Mögliche Langzeit-Folgen von erhöhtem Vata und wie man sie verhindern kann: Vata-Management bei Flexibilitätsverlust und Knochenschwund
Laut Ayurveda wird jede Bewegung auf physischer, mentaler wie auch emotionaler Ebene von Vata ausgeführt und kontrolliert. Das ist der Hauptgrund für die Führungsposition, die Vata unter den Doshas innehält, da Pitta und Kapha sich nicht selbstständig bewegen können. Beide werden ausschließlich von Vata durch den Körper geleitet und können, wenn Vata aus dem Gleichgewicht gerät, erheblich gestört und sogar aus ihren Arbeitsbereichen „geschubst“ werden.
Eine weitere Eigenart Vatas ist dessen Verhältnis zum dazugehörigen Dhatu (Gewebe). Während Pitta und Kapha der Regel folgen, dass eine Dosha-Erhöhung automatisch zu einer Dhatu-Vermehrung führt, stellt Vata hier ein Ausnahme dar: Knochengewebe, der einzige mit Vata assoziierte Dhatu, verringert sich nämlich, wenn Vata zunimmt. Der Grund hierfür liegt in der katabolischen Natur von Vata, die bei starker und langanhaltender Erhöhung dieses Doshas zu degenerativen Auswirkungen im Knochensystem führt.