Mein Leben als freiberufliche Yogalehrerin, Bürgerin dieses Staates und einfacher Mensch hat sich seit Mitte März einem völlig neuen „Life-Reality-Check“ unterziehen müssen. Heute, Mitte Juni 2020, kann ich sagen: Corona hat mein Leben in vieler Hinsicht verändert. Vieles ist nicht mehr, wie es war. Gut so. Die Welt ist im Wandel. Das war sie schon immer, nur „wandelt“ sie sich zur Zeit in einem Tempo und in eine Richtung, wo jeder – bewusst oder unbewusst – wahrnimmt, dass wir weitaus weniger Kontrolle über das Leben besitzen, als wir dachten. Vertraute Werte werden infrage gestellt. Das weckt Angst und scheint bei vielen den Ruf nach noch mehr Kontrolle auszulösen.

Corona lehrt uns, dass es an der Zeit ist, nicht nur auf der Matte Bauch, Beine und Po zu festigen oder die Energiezentren in der Wirbelsäule zu visualisieren, sondern auch im täglichen Leben Rückgrat zu zeigen und gleichzeitig Gelassenheit und Toleranz zu üben.

Gutes oder mieses Karma – Angst oder Vertrauen ins Leben?

Entschleunigung und Rückzug waren Balsam für meine Seele. Niemals zuvor habe ich mich mit der ganzen Welt in einer Art Retreat wiedergefunden. Die Stunden alleine mit meinem Hund im zunächst noch menschenleeren Wald ließen mich aufatmen. Auch die Natur hat aufatmen dürfen. Wann vorher war der Himmel jemals so blau und streifenfrei, wann die Luft so klar und sauber? Die stillen Morgenzeiten ohne das Rauschen des Stadtverkehrs, der fast heilig-heil anmutende Gesang der Vögel … im Stillen war ich dem Virus dankbar für diese kollektive Auszeit.

Die heftigen Bilder aus Italien, in denen Särge en masse abtransportiert wurden, gingen auch an mir nicht spurlos vorüber. Hatten die Berichte und Bilder aus Wuhan noch Zweifel geweckt, breiteten sich jetzt Schrecken, Betroffenheit, Mitgefühl und auch Angst in meinem Fühlen aus. Ich ertappte mich dabei, wie ich nach dem Ende des Yogaunterrichts zwanghaft Türklinken und Lichtschalter desinfizierte. Eine Freundin hatte mich fürsorglich mit Desinfektionsmitteln versorgt. Hände und Fingernägel wurden nun nach jedem Spaziergang penibel gereinigt. Hustete jemand in meiner Nähe, zuckte ich innerlich zusammen. Nachts stellte ich für die Corona-Opfer ein Licht ins Fenster. Meine anfängliche Panik hielt nicht lange an. Ich entschied mich bewusst für Vertrauen. Die letzte schwere Grippe war 20 Jahren her. Ich ernährte mich vorwiegend basisch, praktizierte Yoga, war bei jedem Wetter in der Natur, trieb mäßig Sport, machte Bewusstseinsarbeit und meditierte. Ich fühlte mich gesund und geschützt. Aber vielleicht war ich trotzdem Virenüberträgerin? Vorsorglich schickte ich meinem Vater Vitaminpräparate und wohlgemeinte Ratschläge via Telefon. Mein alter Herr blieb überraschend cool, lernte mit 79 Jahren endlich das Kochen, akzeptierte Social Distancing ohne Widerstand und freute sich über meine Fürsorge. Er nahm als Kind des Zweiten Weltkriegs hin, was ihm derzeit an Maßnahmen unvermeidbar schien, ging täglich spazieren und fügte sich. Seine gelassene Geisteshaltung bestärkte mich darin, mich auf mein eigenes Potenzial zu besinnen. Auch wenn kaum noch Geld auf mein Konto floss, kam ich mit meinen Ersparnissen sowie mit Unterstützung solidarischer Yogaschüler und guter Freunde dankbar durch den ersten finanziellen Engpass. Ich lernte das Drehen und Hochladen von Home-Videos (der Umgang mit der Technik war eine echte Herausforderung) und eroberte mir damit eine neue kleine Einnahmequelle. In diesen Wochen gab es immer wieder spannende Herausforderungen, Inspirationen und Lichtblicke. Wie oft schon bin ich in meinem Leben durch Krisen gegangen? So praktizierte ich Yoga im Ernstfall des Ausnahmezustandes. Meine „Krisentauglichkeit“ und mein Vertrauen überraschten mich selbst. Neben den beruflichen Erste-Hilfe-Maßnahmen widmete ich mich meiner Wohnung. Ich stellte fest, wie wenig ich wirklich brauchte, und übte mich im Minimalismus. Das Putzen, Aufräumen und Loslassen von altem Ballast tat gut. Zum ersten Mal bepflanzte ich meinen Balkon nicht nur mit Blumen und Kräutern, sondern auch mit Erdbeeren, Tomaten und verschiedenen Salaten – und die Ernte nach drei Monaten Home-Gardening ist phänomenal! Ich versuchte, die geschenkte Zeit zu nutzen und meine Gedanken immer wieder auf Konstruktives und Kreatives zu lenken. In diesem Prozess war auch endlich mehr Zeit und Raum für meine geliebten Anthroposophie- und Astrologiestudien. Sozial isoliert fühlte ich mich in keinem Moment. Telefon, Internet, Bücher, mein Hund zum Kuscheln, hier und da Wanderungen mit einer Freundin, ein kleiner Chat im Park unter Hundefreunden genügten mir. In NRW waren die Maßnahmen relativ milde. Lag es daran, oder hatte ich vielleicht einfach gutes Karma, was meinen persönlichen Umgang mit Corona betraf? So fühlte ich auch eine Verantwortung, die positive Energie zu halten und andere darin zu unterstützen, ihre eigenen Schwingungsfrequenzen zu erhöhen.

Medien & Masken

Natürlich konnte ich meine Augen und Ohren nicht vor den immer noch verwirrender erscheinenden Meldungen im Außen verschließen. Ich erhielt vom Leben einen Nachhilfe-Crash-Kurs in Politik, der sich gewaschen hatte. Auch das war gut – hatte ich doch viel zu lange in meiner kleinen Welt gelebt, in der ich manches einfach von mir fernhielt. Hier wurde ich von meinem eigenen Schatten herausgefordert. Niemand schien hundertprozentig zu wissen, wie gefährlich das Virus war. Freunde in Madrid hockten seit Wochen in ihren Wohnungen und durften nur noch mit Passierschein zum Einkaufen. Aus anderen Nachbarländern berichteten Freunde von ähnlichen Zuständen. Ich hielt lange Zeit an dem Glaubenssatz fest, dass so viele Regierungen weltweit nicht irren könnten. Über WhatsApp tauschten wir uns zu den Berechnungsmodalitäten und „R-Werten“ sowie den neuesten Maßnahmen der einzelnen Bundes- und Nachbarländer aus. Jeder neue Tag erschien mir unglaublich intensiv. Die dramatischen Meldungen aus TV und Tageszeitungen waren oft ein Depri-Härtetest. Ich konnte die Angst der Menschen nachvollziehen. Im Internet tauchten immer mehr Videos mit maßnahmenkritischen Informationen auf, darunter erstaunlich viele anerkannte Experten. Diese wurden aber in Windeseile zensiert und gelöscht … Hallo? Wohin des Weges, freiheitlich-demokratischer Geist? Oder hatte ich manches schon früher nicht mitbekommen? Wie viel in den öffentlichen Medien war Wahrheit, wie viel Propaganda? Verwirrt und genervt stieg ich kurzzeitig mit Corona-Abstinenz-Kuren aus dem Medienwahnsinn aus. Ich sehnte mich wieder nach „Normalität“. Wir leben hier im Dreiländereck mit Belgien und den Niederlanden als „erweitertes Zuhause“. Es machte mich fassungslos, dass quasi über Nacht die Grenzen einfach geschlossen wurden. Ich konnte nachempfinden, wie sich die Deutschen nach dem Bau der Mauer gefühlt haben mussten! Was mich während dieser extremen emotionalen Achterbahn-Zeit unterstützte, war meine tägliche Meditationspraxis. Dort fand ich Ruhe und Kraft. Ich betete auch.

Nach Ostern ging der Shutdown zunächst in die Verlängerung, dann kamen langsam Lockerungen. Mit diesen wurde in ganz Deutschland die Maskenpflicht eingeführt. Inzwischen machten mir die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in unserem Land weitaus mehr Sorge als das Virus. Wumms – ich landete auf dem Boden der Tatsachen und lernte in meinem hohen Alter, dass politische Machtsysteme egal welcher Couleur – selten am Wohl der Menschen interessiert sind. Die ersten Demonstrationen und Mahnwachen fanden statt. Friedlich und mit freundlichem Polizeischutz meditierten auch wir, eine kleine, aber beständige und stetig wachsende Gruppe in Aachen zwischen Dom und Rathaus, für die Wiedereinhaltung unserer Grundrechte, für die Anhörung von unabhängigen Experten-Komitees sowie für einen Corona-Untersuchungsausschuss.

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Gespaltene Gesellschaft

Der Wert von Freundschaft zeigt sich oft in extremen Lebenssituationen. Sowohl in Familien- als auch in Freundeskreisen sprühten zeitweilig die Funken. Meine Stieftochter sagte einmal am Telefon: „Auch wenn wir nicht die gleiche Meinung vertreten, wir haben uns doch lieb und das ist es, was letztendlich zählt.“ Ja, darum geht es – um die Liebe. Die meisten Freunde zeigten in diesen Monaten Zusammenhalt, Respekt, Menschlichkeit, ein großes Herz und eine mich überraschende geistige Freiheit. Leider verloren auch ein paar wenige ihren Respekt und ihren Anstand irgendwo im Wirrwarr zwischen Emotionen und Sachlichkeit. In extremen Zeiten reagiert der Mensch emotional, aus dem Bauch. Das Unterbewusste kommt stärker zum Tragen, die Maske fällt. Das kann eine Freundschaft und sogar eine Familie stark herausfordern. Spaltung wurde immer offensichtlicher. Das Gemeine ist, dass sie einander vertraute Menschen plötzlich – wie aus dem Nichts heraus – zu überfallen scheint, und ehe man sich besinnt, ist man ein Spinner, Verschwörungstheoretiker, Mitläufer oder Angstneurotiker. Hier heißt es wirklich, wachsam bleiben und nach der Quelle forschen!

Wie zum Ausgleich für solche Erfahrungen lebten einige alte Kontakte wieder auf. In meinem näheren Umfeld entstand eine neue kleine Gemeinschaft mit tiefen Gesprächen und echtem Austausch.

In den ersten Wochen nahm ich bei meinen täglichen Spaziergängen in unserem Viertel neben der allgegenwärtigen Angst vor dem Virus auch eine große Hilfsbereitschaft wahr. Es fand ein Zusammenrücken in der Not statt. Nachbarschaftshilfen wurden eingerichtet. Gespräche auf der Straße gingen über den üblichen Small-Talk hinaus. Seit dem Lockern der Maßnahmen und der Einführung der Maskenpflicht spüre ich unter den Menschen eine Veränderung in der Grundstimmung. Aggressives Verhalten und verkrampfte Gesichter zeigen sich mehr im Alltagsbild. Menschen berichteten von einer gestiegenen Bereitwilligkeit in der Bevölkerung, andere zu denunzieren. Ich möchte mich nicht auslassen über die äußeren Auslöser und Quellen. Das Thema ist zu komplex. Unser Umgang miteinander, mit der Natur und mit diesem Planeten lag schon lange vor Corona im Argen. Erinnerungen an 1984 von George Orwell – „Big Brother is watching you“ – tauchten auf. Wie lange beobachtet er uns schon, der „große Bruder“? Auf diese Weise, vermutlich seit der Jahrtausendwende – dank Internet und Co. Und dank Corona wird es nun immer mehr Menschen bewusst. In meinen Augen sind das menschliche Realitäten, die man in allen Geschichtsbüchern studieren kann. Dunkle Erinnerungen an die Erzählungen meines Großvaters zum Dritten Reich vermischten sich mit Berichten über die Zustände in der ehemaligen DDR. Deutsche Vergangenheit? Ich versuchte zu verstehen und nicht zu verurteilen – und immer wieder, trotz aller Betroffenheit, Abstand zu gewinnen, die Gedanken und Gefühle wahrzunehmen und wieder loszulassen.

Angst frisst Seele auf

„Go Local“ hätte ich gerne unterstützt – hier muss ich mein Scheitern eingestehen. Ich besuche die Innenstadt nur noch selten und bestelle das Nötigste online. Zweimal wöchentlich kaufe ich meine Nahrungsmittel in Läden, deren Mitarbeiter und Kunden mir als emotional-sozial krisentauglich erscheinen. Die Angestellten in den Geschäften haben mein Mitgefühl. Den meisten liegen die Nerven blank, haben sie doch während der akuten „Corona-Zeit“ tapfer, maskenfrei und Gott sei Dank gesund den Stress der Hamsterkäufe überlebt. Nicht nur sie, auch viele Kunden empfinden den Maskenzwang in Geschäften als irritierend, unangemessen sowie sozial- und gesundheitsschädlich, wagen aber nicht, öffentlich den Mund aufzumachen. Viele „flüchten“ zum Einkaufen oder für Restaurantbesuche über die Grenze – dort besteht Maskenpflicht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln. Psychologen warnen davor, dass die Gewöhnung an eine Maske zu Verunsicherung, Angst, Abwehr und Aggression führt – was sich in asozialem und unempathischem Verhalten zeigt. Es ist uns als Seelenwesen nicht mehr möglich, den anderen zu „lesen“. Hinter jeder Maske verbirgt sich aber ein Mensch! Große wie Kleine wandern mit Maske durch den Wald, fahren maskiert Auto, spielen maskiert auf dem Pausenhof. Die langfristigen Folgen sind abzusehen: Abstumpfung der Gefühle, soziale Isolation, wachsende Aggression, Traumatisierung unserer Kinder und ein geschwächtes Immunsystem. Die WHO wechselt ihre Empfehlungen scheinbar je nach Interesse und Bedarf der Auftraggeber. Unsere Regierung will Masken ohne Ende für eine Welle ohne Ende – oder bis zum bitteren Impfende, bis zur Einführung einer Totalüberwachungs-App? Viele in der Bevölkerung tragen Masken inzwischen freiwillig. Warum schweigen die Lämmer? Sind wir tatsächlich kollektiv in einer Angstneurose gelandet? Noch vor einem Jahr haben wir die Asiaten belächelt, wenn sie maskiert durch unsere Stadt spazierten. Angst ist der größte Immunitätskiller – Angst frisst Seele auf.

Ich bin keine Expertin, habe jedoch einen gesunden Menschenverstand, der es wagt, Fragen zu stellen.

  • Warum lassen wir uns wie unmündige Kinder behandeln?
  • Warum werden zahlreiche unabhängige Experten ignoriert und diffamiert?
  • Warum werden Menschen, die friedlich auf die Straße gehen, um für unser aller Rechte zu demonstrieren, beschimpft, diffamiert oder sogar zusammengeschlagen?
  • Warum dieses propagandaartige Schüren und Aufrechthalten von Angst?
  • Wäre es nicht intelligenter, die Bevölkerung in Selbstverantwortung, Selbstwirksamkeit und einer konsequenten Salutogenese zu bestärken?

Kontrolle vs. Freiheit

Die Vermutung liegt nahe, dass es nicht um Gesundheit und Schutz von Menschenleben geht, sondern um den Kampf zweier grundsätzlicher, sich widerstrebender Kräfte bzw. Lebensanschauungen: Kontrolle versus Freiheit. Ich war nie politisch aktiv – teils aus Bequemlichkeit, teils weil es nicht meinem Wesen entspricht. Dank Corona habe ich gelernt, nicht nur mich, sondern auch die Geschehnisse da draußen mehr zu hinterfragen. Hinter der Ent-Täuschung finden wir immer eine Wahrheit. 40 Jahre Yogapraxis – ich gestehe, mich haben Begriffe wie Tapas – inneres Feuer, Satya – Wahrhaftigkeit, Ahimsa – Gewaltlosigkeit, oder Kontrolle über den Geist erst in den letzten 10 Jahren begonnen, zu interessieren. Heute nehme ich den Weg des Yoga als sehr lebensnah wahr. Nicht nur im Sinne einer Verbindung zwischen Körper, Seele und Geist, sondern auch als eine Brücke zwischen den Bedürfnissen des Einzelnen und der Gesellschaft, zwischen Spiritualität und Politik, Mensch und Natur, Selbstverhaftung und Selbstlosigkeit. Indem wir täglich hinter die Schleier der Maya schauen, indem wir aus unserer geistigen Kraft heraus integer und mutig handeln, praktizieren wir z. B. Tapas. In Zeiten von Veränderungen sind wir aufgerufen, uns zu vernetzen und uns auf unser Eins-sein zu fokussieren. Seit Urzeiten wirken schöpferische, erhaltende und zerstörerische Kräfte miteinander. Das ist das Spiel der Dualität. Dazu ein Zitat aus Goethes Faust: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft“.

Nur aus einer freien geistigen Erkenntnis, aus menschlicher Verbundenheit und einer stabilen Mitte kann ich verantwortungsvoll leben und handeln. Eine spirituelle Praxis, friedliche Mahnwachen oder Demonstrationen, Briefe an Politiker oder Zeitungen, ein offenes und mutiges Bekenntnis zur persönlichen Geisteshaltung, Gründungen von Parteien oder Interessengemeinschaften usw. schließen sich nicht aus – wenn wir dabei achtsam bleiben, und uns unserer Heimat als geistige Wesen bewusst sind. Corona lehrt uns, dass es an der Zeit ist, nicht nur auf der Matte Bauch, Beine und Po zu festigen oder die Energiezentren in der Wirbelsäule zu visualisieren, sondern auch im täglichen Leben Rückgrat zu zeigen und gleichzeitig Gelassenheit und Toleranz zu üben. In den alten Offenbarungsschriften lehrten uns Krishna, Buddha, Christus und andere große Meister Wege zu Wahrheit, Mitgefühl und Liebe. In der jüngeren Geschichte lebten uns viele spirituell-politische Menschen vor, was es bedeutet, friedlichen Widerstand zu leisten und der Wahrheit und Menschlichkeit treu zu bleiben. Wahrheit macht frei – und nur aus Freiheit kann echte Liebe entstehen. Die Tibeter flüchteten ins Exil. Von dort aus erst verbreitete sich der tibetische Buddhismus weltweit. Es war der Schicksalsweg dieser Menschen. Welche Botschaft verbreiten wir heute mit unserer Geisteshaltung und durch unser Handeln? Wie kreieren wir unser Schicksal als Menschheit? Ich nehme auf verschiedenen Ebenen und Lebensbühnen auch ein weltweites Aufwachen wahr. Immer mehr Menschen werden sich ihrer Bedeutsamkeit in der Mitgestaltung eines gemeinschaftlichen Lebensraumes bewusst. Die „Corona-Community“ gibt täglich neue Impulse für Reflexion, kreative selbstverantwortliche Initiativen, wachsende geistige Freiheit, mitfühlende Verbundenheit, neue Wege der Kommunikation und Kooperation. Die Erfahrungen der letzten Monate rütteln immer mehr Menschen wach. Wir sollten aus vorübergehend notwendigen Schutz-Maßnahmen keine angstbedingten Gesetze zementieren. Auch wenn es angenehmer und leichter ist, mit dem Fluss zu fließen, erfordert es manchmal, aus der Komfortzone zu treten und gegen den Strom zu schwimmen, um neue Ufer zu erforschen. Spätestens im nächsten Winter wird es neue Viren geben. Viren sind nicht unsere Feinde. Wir können uns langfristig durch autoritäre Strukturen weder vor dem Tod noch vor dem Leben retten. Stattdessen können wir den Fokus auf die Heilung unseres eigenen Inneren und dadurch auch unserer Gesellschaft richten. Über ein bewusstes, achtsames und vertrauensvolles Hineinwachsen in eine Kooperation mit allem Leben! Wir haben unser Potenzial als Menschheit noch lange nicht ausgeschöpft in dieser Welt des Wandels. Wenn es wahr ist, dass die Energie der Aufmerksamkeit folgt, dann reichen wir unsere innere Flamme weiter, anstatt sie zu ersticken – auf der Matte und im Alltag – jeder jeden Tag an seinem Platz.

Das Licht in mir grüßt das Licht in Dir – Namaste!

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