Schönes, gepflegtes Haar ist attraktiv – bei Frauen gilt es als Attribut der Weiblichkeit, und auch Männer sind oft in Sachen Haare sehr eitel. Viele stehen täglich lange vor dem Spiegel, um der Frisur mit Lockenstäben und Haarspray, Styling-Creme, Gel und vielen anderen Produkten den letzten Schliff zu geben, damit es heißt: „Du hast die Haare schön“. Doch vor all dem steht das Shampoo als Basic für die regelmäßige Reinigung und Pflege. Da wäre es schade, einfach das nächstbeste Produkt aus dem Regal zu greifen. Neben der Qualität (mein persönliches Credo: am besten Naturkosmetik, auf jeden Fall aber cruelty-free) gilt es hier auch auf die Spezialisierung zu achten, denn Shampoos sind meist auf bestimmte Haartypen bzw. Problematiken abgestimmt:

Fettiges Haar

Shampoos für fettiges Haar enthalten in der Regel weniger milde (sprich: stärkere) Tenside und reinigen deshalb gründlicher als andere Shampoos. Auch ist der Anteil der Tenside hier zumeist höher als bei anderen Produkten, der Anteil von Pflegestoffen dagegen entsprechend niedriger. Dies ist allerdings auch nicht immer optimal, denn während der Ansatz schnell fettig wird, sind die Spitzen oft sehr trocken, weshalb ein Shampoo für fettiges Haar auf keinen Fall zusätzlich austrocknen, sondern möglichst sogar Feuchtigkeit spenden sollte. Das Shampoo sollte also eine gute Mischung wirksamer Tenside und zusätzlicher Pflegewirkstoffe  aufweisen. Ob man die Talgproduktion durch ein Shampoo regulieren kann oder letztendlich eben einfach nur reinigen statt langfristig zum geringeren Nachfetten beitragen kann, ist umstritten.
Ein Tipp für alle, deren Haar schnell fettig wird, ist z.B. das „Revitalizing Fresh Shampoo“ von L’Occitane en Provence mit den ätherischen Ölen aus Minze, Thymian, Pampelmuse, Zeder und Lavendel. Es erfrischt die Kopfhaut und reinigt mit Pflanzenessig.

Brüchiges, strapaziertes Haar


Repair-Shampoos sollen die Haarstruktur wieder aufbauen und bereits entstandene Schäden ausgleichen. Coloriertes und aufgehelltes Haar benötigt sie häufig, aber auch Haar, das durch Föhnhitze, UV-Strahlung oder andere Einflüsse sichtbar gelitten hat. Die Rezepturen, mit denen die Regeneration herbeigeführt werden soll, sind ganz unterschiedlich und basieren auf verschiedenen Ansätzen. Ein Beispiel: Das „Total Repair Herbal Shampoo“ von Fushi revitalisiert mit Neroli- und Weihrauchextrakten und nährt das Haar mit einer Mischung aus Ringelblumen- und Avocadoöl (www.fushi-online.de).

Feines Haar / wenig Volumen


In Mitteleuropa ist feines Harr sehr verbreitet – an einem typischen Bad-Hair-Day fällt die Frisur einfach mal gern in sich zusammen und die Haare hängen platt herunter oder fliegen „fusselig“ herum. Glamourös geht anders! Aber auch hier kann ein Shampoo durchaus Abhilfe schaffen, denn spezielle Volumen-Shampoos kräftigen das Haar, ohne es zu beschweren (und somit noch platter zu machen). Das Basis-Shampoo aus der eigenen Linie des bekannten Friseurs Marc Booten etwa bringt Schwung in feines Haar und lässt es voluminöser wirken. Das angenehme Allround-Shampoo basiert auf einem milden Waschtensid aus Kokosöl und enthält Meersalz (www.marc-booten.de).

Schuppige Kopfhaut

Juckende, schuppige Kopfhaut kann die Betroffenen zur Verzweiflung bringen. Als Auslöser kommen vielfältige Faktoren in Frage, die von der Einnahme bestimmter Medikamente über die Austrocknung der Kopfhaut durch zu häufiges Waschen mit scharfen Shampoos bis hin zu Allergien reichen können. Die Ursache ausfindig zu machen und direkt dort anzusetzen, ist natürlich am sinnvollsten. In der Zwischenzeit kann aber auch ein gutes Shampoo helfen.  
Empfehlenswert ist z.B. das milde „Clear & Balance Shampoo“ aus der neuen Haarpflege-Serie von Farfalla. Es wirkt mit Neem-Extrakt  – Ayurveda-Fans wissen um die erstaunlichen Eigenschaften des Neem-Baums – und mit Auszügen aus der Joazeiro-Rinde (www.farfalla.ch).

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Weitere Tipps

  • Daneben gibt es auch spezielle Glanzshampoos. Wenn die Kopfhaut im Gleichgewicht und das Haar gesund ist, hat man aber in der Regel ohnehin kein Problem mit stumpfem, glanzlosem Haar mehr.
  • Wenn mehrere Problematiken gleichzeitig auftreten, kann man z.B. mit Shampoos dem schnellen Nachfetten entgegenwirken und gegen Trockenheit oder Spliss ab und an zusätzlich Haarmasken verwenden.
Erfahrungsgemäß bringt es auch positive Resultate, das Shampoo gelegentlich zu wechseln bzw. in einem gewissen Turnus mehrere Produkte abwechselnd zu verwenden. Während ein zu häufiger Wechsel eine empfindliche Kopfhaut evt. irritieren kann, tut ein neuer Impuls in den richtigen Intervallen gut.
  • Bei Haarausfall haben sich Koffein-Shampoos bewährt. Gerade hier sollte aber zugleich auch nach der dahinterliegenden Ursache geforscht werden, die z.B. in Zinkmangel, hormonellen Störungen oder Erkrankungen liegen kann.

 

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