In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Warum sexuelle Fantasien in der Begegnung zwischen Yogaunterrichtenden und Yogaschülern in keinem einzigen Augenblick zugelassen werden sollten, und warum es so wichtig ist, sich darüber ganz grundlegend im Klaren zu sein. Übersetzung: Nina Haisken Berichte von sexuellen Übergriffen durch Yogalehrer legen ein bezeichnendes Missverständnis des Wesens von Yoga offen, das dem gesamten populären Yoga als solchem innewohnt. Im Verlauf dieser Übergriffe fragt sich das Opfer oft, ob sie Teil des Yoga sind. Und diese Verwirrung ist symptomatisch. Die Betroffene hat sich nicht nur durch jemanden verwundbar gemacht, der vorgibt, mehr über Yoga zu wissen als sie – jemanden, der sie über die Grenzen der Sozialisierung hinaus zu führen verspricht, hin zu einer außergewöhnlichen Beziehung zu ihrem Körper –, sondern ihre vage Vorstellung davon, was das bedeutet, ist bereits durch sensationsheischende Auffassungen von Yoga und Sexualität verzerrt. In dieser höchst unklaren Situation ist es möglicherweise gefährlich schwer für sie, zu erkennen, dass ihr Lehrer noch verwirrter ist als sie. Hatha-Yoga, der Yoga des Körpers, ist zutiefst sinnlich. Er beinhaltet die kontinuierliche Öffnung der Sinne für das vollständige Spektrum der verkörperten Daseinserfahrung. Seine Methode besteht darin, die Atemkräfte an der Basis der Wirbelsäule zu sammeln und sie durch rhythmische und oft stoßartige Bewegungen des Beckens nach oben zu ziehen. Die erotische Natur dieser Bewegungen dürfte kaum Zufall sein. Sie sind darauf angelegt, unsere vorzüglichsten Impulse zu erwecken, darunter auch diejenigen, die unsere Sexualität bilden. Der Punkt ist jedoch, dass es nicht um die Befriedigung dieser Impulse geht, sondern darum, ihre psychologische Ladung freizusetzen, und diese dann für die Transformation des Bewusstseins zu nutzen. Dieses Unterfangen ist genauso gefährlich, wie es klingt. Wenn wir unsere schöpferischen Impulse wecken, gehen wir das Risiko ein, von ihnen überwältigt zu werden und uns in der Tyrannei unserer Begierden zu verlieren. Die traditionellen Texte machen dies recht […]

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Ty Landrum
Ty Landrum ist Leiter des Studios The Yoga Workshop in Boulder, Colorado. Er unterrichtet Ashtanga Vinyasa Yoga im kontemplativen Stil seiner Mentoren Mary Taylor und Richard Freeman. Mit einem Doktor-Titel in Philosophie hat Ty einen speziellen Ansatz, die Theorie des Yoga farbenfroh und kreativ zu erklären. Seine Leidenschaft als Lehrer liegt darin, die Großartigkeit des Yoga mit jedem zu teilen, der lernen möchte.

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