In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Der Sommer hat nur wenige Schattenseiten. Wenn doch einmal lästige Tierchen stechen, die Haut zu viel Sonne abbekommen hat oder innere Wolken aufziehen, können ätherische Öle und Heilpflanzen hilfreich sein

 

Bald ist er wieder da, der Sommer. Mit ihm eröffnen sich verlockende Möglichkeiten: im See oder im Freibad schwimmen, luftige Kleidung tragen, gemütlich im Garten oder im Park sitzen, abendlichen Vogelkonzerten lauschen und so weiter.
Wer diese Jahreszeit herbeigesehnt hat, hat während der dunklen und kalten Monate möglicherweise vergessen, dass es auch eine Schattenseite des Sommers gibt: Die Sonne kann „Brandverletzungen“ verursachen, am Wasser lauern gern hungrige kleine Insekten, und heiße Außentemperaturen führen bei manchen zu geschwollenen Füßen, Kopfschmerzen oder anderen Beschwerden. Zum Glück gibt es aber zur Linderung von leichten gesundheitlichen Beschwerden viele Tipps aus der Naturheilkunde. Bei schlimmen Fällen muss natürlich ein Arzt helfen.

 

Allroundtalent aus dem Pflanzenreich: Zitronengras

Zitronengras (Cymbopogon citralis) ist ein wahrer Tausendsassa unter den ätherischen Ölen. Es duftet angenehm frisch und ist preiswert. In Duftlampen, die man auch draußen brennen lassen kann (immer unter Aufsicht!), vertreibt es Fliegen, Mücken und anderes Getier. Weil es kühlt und desodoriert, eignet es sich hervorragend für erfrischende Duschen oder Fußbäder. Zudem lindert Zitronengrasöl Kopfschmerzen und belebt, deshalb kann es generell ein nützlicher Begleiter an heißen Tagen sein. Einfach am geöffneten Fläschchen schnuppern oder mit einem fetten Öl (z.B. Mandelöl) verdünnen und mehrmals am Tag auf Puls und Schläfen auftragen. Zitronengrasöl ist allerdings scharf und stark, es muss immer verdünnt werden und darf nicht an die Schleimhäute gelangen.

 

Aromatherapie – Duschpeeling und Fußbad
In einem ganz einfachen Duschpeeling oder Fußbad kann Zitronengrasöl seine erfrischende und desodorierende Wirkung optimal entfalten. So geht’s:

Duschpeeling
Verknete 2-3 Tropfen des ätherischen Öls mit einem Tütchen Natron oder einer halben Tasse vollwertigem Salz. Reibe deinen Körper mit dem Peeling ein und lass es kurz einwirken bevor du es gründlich abduscht. Fußbad
Auch für ein Fußbad verknete 2-3 Tropfen Öl mit Natron oder Salz. Löse die Mischung in heißem Wasser auf – dann füge kaltes Wasser hinzu, bis das Bad eine lauwarme Temperatur hat. So hält der erfrischende Effekt länger an als bei ganz kaltem Wasser.

Tipp: Neben Zitronengras passen für den Sommer besonders gut Lavendel und Rosengeranie.

 

Insektenabwehr ohne Gift

Einen ganz anderen, blumigen und würzigen Duft, aber ähnliche Wirkungen besitzt das ätherische Öl des Lavendel (Lavandula officinalis): Es ist insektenvertreibend, desodorierend, schmerzlindernd, belebend. Auch dieses Öl kann wie beschrieben verwendet werden. Weitere Insektenvertreiber aus der Aromatherapie sind folgende Öle: Bergamotte (Citrus bergamia), Eukalyptus (Eucalyptus globulus), Melisse (Melissa officinalis), Pfefferminze (Mentha piperita), Rosengeranie (Pelargonium graveolens), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Tea Tree (Melaleuca officinalis), Zeder (Cedrus atlantica), Zimtblätter (Cinnamomum ceylanicum) und Zypresse (Cupressus sempervirens). Sie alle helfen außerdem gegen Jucken und Schmerzen, wenn die Viecher zugestochen haben. Zimtblätteröl lindert speziell die Beschwerden nach Wespenstichen. All diese Öle verdünnen und vorsichtig lokal anwenden. Sie dürfen untereinander gemixt werden.  

Wenn beim Wandern ein Insekt gebissen oder gestochen hat und nichts anderes zur Hand ist, hilft eine Auflage von frischen, zerquetschten Spitzwegerichblättern. Plantago lanceolata, so der lateinische Name, wächst fast überall am Wegesrand. (Mehr über den Spitzwegerich kannst du hier nachlesen.)

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