In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Heilmittel, Räucherstoff und spirituelles Symbol – Kampfer wird vor allem in Asien seit alten Zeiten medizinisch genutzt und für energetische Zwecke eingesetzt. Kampfer wird überall dort, wo er bekannt ist, als Heilmittel verwendet. Wichtig ist, dass bei einem innerlichen Gebrauch die potenzielle Toxizität von Kampfer berücksichtigt wird. Kampfer ist ein schneeweißes und kristallines Harzdestillat mit einem charakteristischen und direkt in den Kopf steigenden Aroma, das ursprünglich aus dem ätherischen Öl des bis zu vierzig Meter hohen Kampferbaums gewonnen und in China, Indien, Japan und Tibet seit vielen Jahrhunderten für medizinische und rituelle Zwecke eingesetzt wird. Für Letztere besonders gerne als Räucherwerk, welches sich aufgrund seiner „kopföffnenden“ Wirkung hervorragend für meditative Zwecke eignet. Gleichzeitig wird Kampfer, wenn auch vergleichsweise selten, als stimulierende Zutat des Betelbissens und einiger Schnupftabake verwendet. Kampfer entsteht, wenn sich das frische Destillat des Kampferbaums (Cinnamomum camphora) im Erkaltungsprozess befindet. Aufgrund der günstigeren Herstellungskosten wird Kampfer heutzutage allerdings meistens synthetisch erzeugt – als Ausgangssubstanz der Synthese fungiert dabei die Verbindung α-Pinen. Wenn möglich, sollte beim Erwerb darauf geachtet werden, dass es sich um das originäre Naturprodukt handelt. Synthetischer Kampfer ver­strömt zwar ebenfalls ein frisches, befreiendes, belebendes und an Eukalyptus erinnerndes Aroma, er verfügt jedoch nicht über die feinen Qualitäten des Naturharz­destillates. Heimisch ist der Kampferbaum in den Ländern des östlichen Asiens, wobei sich kommerzielle Kulturen inzwischen auch weit außerhalb der ursprünglichen Herkunft befinden, so zum Beispiel auf Sri Lanka, in Brasilien sowie in Ostafrika. Lord Shivas Flamme des Bewusstseins Kampfer hat die Eigenschaft, dass er schnell und vollkommen rückstandsfrei verbrennt. In Indien wird die helle Flamme des brennenden Kampfers deshalb als „Shivas Flamme des Bewusstseins“ interpretiert, welche wiederum die Transformation des konditionierten Ichs (Ego) symbolisiert. Schließlich verkörpert Shiva, neben seiner Rolle als kosmischer Zerstörer, auch jenen Aspekt, der in den mystischen Lehren als das wahre und göttliche Selbst […]

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Kevin Johann
Kevin Johann, geboren 1987, ist Erziehungswissenschaftler (M.A.), Naturpädagoge, passionierter Hobbygärtner sowie freischaffender Autor und Forscher zu den Themenkomplexen Ethnobotanik, veränderte / erweiterte Bewusstseinszustände und geistbewegendes Wissen. Seit über 10 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Gebiet ganzheitlich-spiritueller Selbst- und Naturerfahrungen, unter anderem mit (Pflanzen-) Meditationen, Yoga und schamanischen Ritualen. Sein Buch Der Schamanengarten – Über die Anzucht und Verwendung geistbewegender Ritualpflanzen erscheint 2016 im Nachtschatten Verlag.

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