In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Die barmherzige Milch der Götter – Mohn gehört zu den wichtigsten Heilpflanzen überhaupt. Aus dem weißen Saft seiner unreifen Samenkapseln wird Opium gewonnen. Eine Geschichte über die Heilkraft einer verbotenen PflanzeIn Morpheus‘ Armen Ein junger Mann erzählte uns einst folgende Geschichte: „Ich wurde in Nordindien, an der nepalesischen Grenze, von einer furchtbaren Durchfallerkrankung heimgesucht. Ich lag nun schon den vierten Tag im Bett in meiner kleinen Hütte. Mein Körper war von Fieber, Durchfall, Schüttelfrost und Schmerzen so ausgezehrt, dass ich weder die Kraft hatte, aufzustehen, noch, mir Hilfe zu holen oder Essen zu machen. Ich war am Ende, und es drängten sich unaufhörlich Gedanken an den Tod in meine ohnehin vernebelte Wahrnehmung. „Das Opium macht weit, was längst schon ohne Grenzen, Dehnt doch die Unendlichkeit, Ergründet alle Lust, vertieft den Schlund der Zeit; Kranker Wonnen schwarzes Glänzen Erfüllt die Seele ganz mit seiner Dunkelheit.“Charles Baudelaire Ich war kurz davor, mich aus dem Bett zu schleppen, um vor der Tür meiner Hütte zu sterben, immer in der Hoffnung, irgendjemand würde mich doch noch finden und retten. Tatsächlich mussten mir unbekannte Menschen in meiner Umgebung von meinem Zustand Kenntnis erlangt haben, denn zu meinem Erstaunen stand plötzlich ein kleiner, kahlköpfiger alter Mann vor mir. Er murmelte etwas, das sich für mich wie „Jankri“ (= nepal. Schamane) anhörte, und zeigte auf sich. In seiner Hand hielt er drei kleine, schwarze, zu Kugeln gedrehte Pillen, die wie Hasenköttel aussahen. Er forderte mich auf, alle acht Stunden eine der Kugeln mit einem gehörigen Schluck von einer bitteren Plörre einzunehmen, die er in einer Kanne mitgebracht hatte. [wpsleep start=“01.11.2013 00:00″]Ich kann bis heute nicht sagen, was ekelhafter geschmeckt hat: Waren es die mit Kräutern gemischten Opiumkugeln oder das undefinierbare Getränk, das er Masala-Chai (= Gewürztee) nannte. Ich war so schwach und von Gliederschmerzen gebeutelt, dass der Jankri mir […]

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