Wer den ganzen Tag vor dem PC sitzt, weiß wie wichtig es ist, die Augen immer wieder zu entspannen. Die folgenden Übungen sind hier besonders hilfreich.

1) Energie für die Augen

  • Du sitzt mit aufrechtem Rücken auf deinem Stuhl. Beide Füße stehen auf dem Boden. Die Beine sind im rechten Winkel gebeugt.
  • Lade nun deine Hände energetisch auf, indem du die Handinnenflächen kräftig gegeneinander reibst. Reibe sie so lange, bis sie heiß sind.
  • Lege deine Hände dann leicht gewölbt auf die geschlossenen Augen.
  • Spüre, wie die wohlige Wärme und Energie, die von deine Händen ausgeht, deine Augen entspannt. Stell dir vor, dass deine Augen durch diese Energie von den schädlichen Belastungen des PCs gereinigt werden.
  • Wenn du das Gefühl hast, dass die Wärme in den Händen nachlässt, dann wiederhole die Übung und lade die Hände wieder auf.
  • Lade deine Hände insgesamt dreimal auf.
  • Lasse deine Hände danach auf die Oberschenkel sinken und spüren der Übung bei drei tiefen, bewussten Atemzügen nach. Die Augen bleiben noch einen Moment geschlossen.
  • Du sitzt mit aufrechtem Rücken auf einem Stuhl. Beide Füße stehen auf dem Boden. Die Beine sind im rechten Winkel gebeugt.
  • Hebe den rechten Arm und strecke ihn nach vorne in Augenhöhe aus.
  • Nimm den Zeigefinger nach vorne und deute damit im Geiste auf einen roten Punkt, der sich in einiger Entfernung vor dir befindet.
  • Kreise anschließend langsam mit dem Zeigefinger um den gedachten roten Punkt. Der Blick folgt dabei dem Zeigefinger.
  • Schließe deine Augen und entspanne dich.
  • Du sitzt mit aufrechtem Rücken auf einem Stuhl. Beide Füße stehen auf dem Boden. Die Beine stehen im rechten Winkel.
  • Strecke nun den rechten oder den linken Arm ganz aus und bringe ihn bis auf Augenhöhe hoch. Bilde dann eine leichte Faust, wobei der Daumen nach oben zeigt.
  • Fixiere dann mit beiden Augen den Daumen.
  • Ziehe den Daumen ganz langsam in Richtung Nase. Dabei bleibt der Fokus die ganze Zeit auf den Daumen gerichtet.
  • Nachdem du mit dem Daumen die Nasenspitze berührt hast, ziehst du den Daumen nach unten und folgst ihm so lange wie möglich mit den Augen, bis er wieder in der Ausgangsposition ist. Der Kopf bleibt dabei bewegungslos.
  • Wiederhole die Übung zwei bis drei Mal.
  • Schließe danach die Augen und entspanne dich.
  • Massiere nun ganz bewusst deine Schläfen in beide Richtungen.
  • Lege die Hände wieder auf die Oberschenkel, lasse die Augen noch geschlossen und spüre der Übung nach.
  • Du sitzt mit aufrechtem Rücken auf einem Stuhl. Beide Füße stehen auf dem Boden. Die Beine stehen im rechten Winkel.
  • Schließe die Augen und stelle dir im Geiste eine große weiße Wand vor. Auf dieser Wand siehst du ein großes Pendel. Das schwingt ständig im gleichen Rhythmus von rechts nach links und von links nach rechts.
  • Verfolge diese Pendelbewegung mit deinen geschlossenen Augen ganz aufmerksam einige Male.
  • Lass die Pendelbewegung danach ganz langsam wieder ausklingen.
  • Halte die Augen noch eine Zeitlang geschlossen und spüre der Übung nach.

2) Der rote Punkt

  • Du sitzt mit aufrechtem Rücken auf einem Stuhl. Beide Füße stehen auf dem Boden. Die Beine sind im rechten Winkel gebeugt.
  • Hebe den rechten Arm und strecke ihn nach vorne in Augenhöhe aus.
  • Nimm den Zeigefinger nach vorne und deute damit im Geiste auf einen roten Punkt, der sich in einiger Entfernung vor dir befindet.
  • Kreise anschließend langsam mit dem Zeigefinger um den gedachten roten Punkt. Der Blick folgt dabei dem Zeigefinger.
  • Schließe deine Augen und entspanne dich.

3) Daumen hoch

  • Du sitzt mit aufrechtem Rücken auf einem Stuhl. Beide Füße stehen auf dem Boden. Die Beine stehen im rechten Winkel.
  • Strecke nun den rechten oder den linken Arm ganz aus und bringe ihn bis auf Augenhöhe hoch. Bilde dann eine leichte Faust, wobei der Daumen nach oben zeigt.
  • Fixiere dann mit beiden Augen den Daumen.
  • Ziehe den Daumen ganz langsam in Richtung Nase. Dabei bleibt der Fokus die ganze Zeit auf den Daumen gerichtet.
  • Nachdem du mit dem Daumen die Nasenspitze berührt hast, ziehst du den Daumen nach unten und folgst ihm so lange wie möglich mit den Augen, bis er wieder in der Ausgangsposition ist. Der Kopf bleibt dabei bewegungslos.
  • Wiederhole die Übung zwei bis drei Mal.
  • Schließe danach die Augen und entspanne dich.
  • Massiere nun ganz bewusst deine Schläfen in beide Richtungen.
  • Lege die Hände wieder auf die Oberschenkel, lasse die Augen noch geschlossen und spüre der Übung nach.

4) Das Pendel

  • Du sitzt mit aufrechtem Rücken auf einem Stuhl. Beide Füße stehen auf dem Boden. Die Beine stehen im rechten Winkel.
  • Schließe die Augen und stelle dir im Geiste eine große weiße Wand vor. Auf dieser Wand siehst du ein großes Pendel. Das schwingt ständig im gleichen Rhythmus von rechts nach links und von links nach rechts.
  • Verfolge diese Pendelbewegung mit deinen geschlossenen Augen ganz aufmerksam einige Male.
  • Lass die Pendelbewegung danach ganz langsam wieder ausklingen.
  • Halte die Augen noch eine Zeitlang geschlossen und spüre der Übung nach.

5) Das innere Lächeln

Die Taoisten glauben daran, dass Organe beim Lächeln ein honigähnliches Sekret absondern, das den Körper nährt und ihm positive Energie zuführt. Sind wir hingegen zornig, aggressiv und schlecht gelaunt, kommt es zur Absonderung eines schädlichen Sekrets. Das wirkt sich negativ auf den Organismus aus und kann die Energieleitbahnen des Körpers verstopfen. Darum: Gönne dir bei der Arbeit ab und zu ein Lächeln!

  • Suche dir in der Pause einen ruhigen Platz in der Nähe deines Arbeitsplatzes. Vielleicht gibt es einen Park in der Nähe des Büros.
  • Genieße zuerst die Umgebung: die blühenden Blumen, den blauen Himmel und die Vögel, die jetzt wieder überall zu hören sind.
  • Schenke der Natur ein Lächeln und schließe dann die Augen. Sammle dich.
  • Komme an dem Ort an, an dem du gerade bist, ohne mit deinen Gedanken immer wieder ins Gestern oder Morgen abzuschweifen.
  • Nimm deinen Atem wahr, ohne ihn verändern zu wollen. Entspanne dich, konzentriere dich auf den Atem. Dann kommt der Geist schneller zur Ruhe.
  • Stelle dir nun vor, dass alles Schwere, Traurige und Negative durch deine Füße in den Boden sinkt und an der Stelle kleine Butterblumen wachsen werden.
  • Wenn du das Gefühl hast, dass du entspannt bist, stelle dir vor, wie du dich selbst anlächelst.
  • Nimm dieses Lächeln mit jedem Ein- und Ausatmen ganz bewusst in dich auf. Du wirst spüren, wie sich dein Gesicht mehr und mehr entspannt.
  • Beende die Übung, in dem du dich im Geiste noch einmal vor dir selbst verneigst.

 

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Doris Iding
Doris Iding ist Ethnologin, Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin mit Schwerpunkt Integration östlicher Heilverfahren in den Westen und bewusstseinsverändernde Techniken. Ihr besonderes Interesse gilt der Vermittlung eines neuen Bewusstseins, bei dem der Mensch nicht mehr dogmatisch an alten Traditionen und Lehren festhält, sondern sich dafür öffnet, dass alles miteinander verbunden ist. In ihren Artikeln und Seminaren vermittelt sie auf leichte und spielerische Weise, wie wir entspannt, achtsam und wohlwollend zu uns selbst finden können. Vierzehn ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.