Gepflegt vom Kopf bis zu den Füßen – Tipps für gesunde, schöne Füße
Sie tragen uns, wohin immer wir gehen. Wenn wir sie nicht hätten, würden wir ganz einfach umfallen. Durch sie halten wir den Bodenkontakt, nicht nur bei vielen Asanas sind sie gleichsam unsere Wurzeln. Dennoch werden sie von vielen ein wenig vernachlässigt, die Füße. Rundum pflegt man sich, aber bei den Füßen hört man auf. Erst recht im Winter, wenn man sie fast permanent unter dicken Socken verstecken kann. Bei Yogafans mag das allerdings ein bisschen anders sein, denn in der Regel wird ja barfuß geübt.

Die Füße sind zwar sehr belastbar, aber deshalb noch längst nicht unempfindlich – die Lehre von den Reflexzonen besagt, dass die Fußsohlen intensiv mit dem gesamten Körper in Resonanz stehen, indem sie ihn in Form so genannter Reflexzonen quasi abbilden: jeder Bereich der Fußsohle ist mit einem bestimmten Organ verbunden und eine Stimulierung etwa durch Druck wirkt sich auch auf dieses jeweilige Körperteil aus. Und schön aussehen können gepflegte Füße übrigens auch. Man sollte sie also nicht unterschätzen, die Füße, und es wäre schade, ihnen kaum Beachtung zu schenken. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihre Füße gesund halten und ein bisschen verwöhnen können – Anregungen für Ihr persönliches kleines Fußwellness-Programm.

Für samtweiche Füße: Hornhaut entfernen
Zum Entfernen von Hornhaut nimmt man am besten den altbewährten Bimsstein her. Jedoch rubbelt man damit nicht auf trockener Haut, sondern lässt die Haut vorher in warmem Wasser etwas weich werden – baden Sie Ihre Füße zunächst in heißem Wasser, das mit etwas Öl angereichert ist, z.B. mit einem reichhaltigen Jojoba- oder Mandelöl.

Von Grund auf entspannt: Gönnen Sie sich ein Fußbad
Ein Fußbad ist nicht nur angezeigt als Vorbereitung zum Hornhaut-Entfernen, sondern auch als reines Entspannungsfußbad immer eine gute Idee. Hier kann man nach Lust und Laune und jeweiligem Bedürfnis zwischen all den verschiedenen Zusätzen wählen, die für ein solches Fußbad in Frage kommen – wärmend-aktivierendes Rosmarinöl, erfrischendes Lavendelöl, beruhigendes Calendula oder was immer ihnen gerade besonders angenehm erscheint.  Eine gute Alternative sind auch Basensalze. Ein Fußbad ist ein Stückchen Wellness, das nicht viel Aufwand erfordert. Gerade im Winter, wenn man mal im wahrsten Sinne des Wortes kalte Füße bekommen hat, genau das Richtige.

Schutz vor Fußpilz: Die Natur hilft
Ein sehr gutes Mittel gegen Pilze ist der indische Tausendsassa Neem, weshalb sich z.B. vorbeugend die Verwendung einer Neem-Seife empfiehlt. Ist es für Vorbeugung schon zu spät, kann man die Füße mit natürlichen Anti-Fungiziden wie Knoblauch einreiben. Wer sich am Knoblauchgeruch stört, kann unter anderem auf Echinacea-Tinktur zurückgreifen. Gegen Pilzinfektionen hilft übrigens auch eine Ernährung, die zwar Sie, nicht jedoch die Pilze nährt – d.h. möglichst wenig Zucker und andere saure oder säurebildende Lebensmittel; vorteilhaft sind probiotische Produkte (neben bestimmten Milchprodukten kommt hier z.B. milchsauer vergorenes Sauerkraut in Frage).    

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Da lachen ja die Hühner: mit Hühneraugen spielend fertig werden
Bei Hühneraugen handelt es sich um Verhornungen mit einem spitzen dornartigen Zapfen, der tief ins Gewebe hineinragt und beträchtliche Schmerzen verursachen kann. Hühneraugen müssen nicht sein: vermieden werden sie am besten durch bequemes Schuhwerk, in dem die Füße ausreichend Platz haben, so dass keine Druckstellen entstehen. Wenn man sich aber schon eines eingehandelt hat, hilft regelmäßiges Auftragen von Teebaumöl oder Einreiben mit Apfelessig, wobei Apfelessig nebenbei auch entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Bei größeren Hühneraugen sollte man das Herauslösen einem Hautarzt überlassen.

Der letzte Schliff: Nagelpflege
Gepflegte Fußnägel gehören zum Gesamtbild natürlich auch dazu. Dies ist nicht nur eine Frage der Eitelkeit – eingewachsene Fußnägel können sich zu einer ziemlich schmerzhaften Angelegenheit entwickeln. Wann der beste Zeitpunkt für die Nagelpflege ist, richtet sich nach Meinung vieler Menschen nach dem Mond. Tatsächlich stellt man ja fest, dass die Nägel nicht immer gleich gut und gesund nachwachsen, was vielleicht in der Tat damit zusammen hängen könnte, dass jeweils eine andere Mondphase ihren Einfluss genommen hat. Das Schneiden der Nägel bei zunehmendem Mond soll das Nachwachsen starker, robuster Nägel fördern (als besonders günstig gilt das Zeichen Steinbock). Für die Behandlung eingewachsener Nägel wird ebenfalls der zunehmende Mond empfohlen, jedoch nicht im Zeichen Fische – als besonders günstig gilt auch hier das Zeichen Steinbock. Vom Schneiden eingewachsener Nägel bei abnehmenden Mond wird dagegen abgeraten.

Laut Ayurveda ist die Beschaffenheit der Nägel übrigens eng mit dem Dosha verknüpft. Der Kapha-Typ hat zumeist dicke, eckige Nägel, während diejenigen von Pitta-geprägten Menschen häufig sehr flexibel und von ovaler Form sind. Der Vata-Typ neigt zu unregelmäßig geformten Nägeln und hat die meisten Probleme mit Brüchigkeit. Die wirksamste Art, für eine gesündere Nagelkonsistenz zu sorgen, ist die Beruhigung des Vata durch entsprechende Lebensführung und Ernährung, aber auch das vorsichtige Einmassieren einer nährenden Mischung aus Mandelöl und Honig in die Nagelhaut kann hilfreich sein.

Und jetzt noch eine kleines Extra-Bonbon: die Fußmassage
Und nach der Pediküre als Krönung die Kür: eine Fußmassage. Für eine gezielte Reflexzonenmassage bedarf es zwar eines darin kundigen Masseurs, aber generell sind Fußmassagen im Gegensatz etwa zu Rückenmassagen eine Wohltat, die man auch ganz gut selbst vornehmen kann. Verwendet man ein gutes Öl, z.B. ein hochwertiges Sesamöl, das mit ayurvedischen Kräutern angereichert ist, kann man durch die Massage sogar Stoffwechsel und Entschlackung anregen: spezielle ayurvedische Fußöle enthalten z.B. Extrakte der Pflanze Manjistha (Rubia cordifolia), im Deutschen als Färberkraut geläufig, die im Ayurveda als blutreinigend, den Lymphfluss unterstützend und zudem als hautregenerierend gilt. Aber auch ohne Öl kann eine Massage angenehm sein: Eine besonders einfache Variante, bei der man sich überhaupt nicht anstrengen muss, sondern einfach nur genießen kann: Nehmen Sie einen Tennisball und rollen Sie ihn mit dem Fuß über den Boden. Klingt vielleicht seltsam, aber wer es mal ausprobiert hat, weiß, dass es tatsächlich sehr angenehm ist.

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