In vielen Teilen Indiens ist die Nacht vor einer Hochzeit als Nacht des Henna bekannt – dann nämlich werden die Handflächen und Fußsohlen der Braut mittels einer Paste aus zu Puder gemahlenen Henna-Blättern mit kunstvollen Blumen- und Fruchtbarkeits-malereien geschmückt In manchen Regionen wird die Paste ebenfalls verwendet, um die Hände des Bräutigams zu färben, weil das tiefe Rot, das auf der Haut zurückbleibt, wenn die Paste getrocknet ist und abgewaschen wird, als Symbolfarbe für die tiefe Liebe zwischen Mann und Frau steht. Henna war nicht nur in Indien seit jeher ein beliebtes Schönheitsmittel, sondern auch in sämtlichen Ländern des Nahen Ostens, überall dort, wo der Henna-Strauch zur üblichen Vegetation gehört. So wurden beispielsweise ägyptische Mumien gefunden, deren Nägel mit Henna eingefärbt waren. Plinius bezeichnete die Pflanze als „Zypresse Ägyptens“. Von den Hebräern „Zypressblüte“ genannt, kommt Henna im Hohen Lied Salomos in der Zeile „Mein Geliebter schmiegt sich an mich wie ein Bündel Zypressblüten sich an die Weingärten En-Gedis schmiegt“ zu Ehren. Als kosmetisches Mittel hat Henna eine Geschichte, die Tausende von Jahren ins alte Indien zurückgeht: von Frauen wurde und wird es zum Färben von Händen und Nägeln benutzt, von Männern für ihre Bärte und Schnurrbärte und von beiden Geschlechtern zum Färben und Pflegen der Haare. Die auffällige Farbe wird von den Indern so sehr geliebt, dass sie sogar Mähne und Schweif ihrer Pferde damit färben. Wie das Hohe Lied Salomos erahnen lässt, sind die Büschel weißlich-rosiger oder roter Blüten, die den Henna-Strauch bedecken, von intensivem Duft und daher hervorragend zur Parfumgewinnung geeignet. Auf mit Hennablüten gefüllten Kissen zu schlafen, soll eine einschläfernde Wirkung haben und bei Schlafstörungen helfen. Medizinisch betrachtet gilt Henna als reizmildernd, deodorierend und antiseptisch. Von ayurvedischen Ärzten wird es zur Behandlung von Haut-Irritationen wie zum Beispiel Hitzebläschen oder allergischen Ausschlägen eingesetzt und zur Kühlung des Körpers […]

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