Kleine Bewegung, großer Effekt: die Feldenkrais-Methode erklärt, wie sanfte Bewegungen nicht nur körperliche Leiden lindern können, sondern auch Denken und Fühlen verändern Es ist simpel. Auf dem Rücken liegen. Den Kopf von einer Seite zur anderen rollen. Doch: Wie weit dreht sich der Kopf? Liegen die Schultern dabei auf dem Boden? Was macht der Bauch? Es ist komplex. Der Feldenkrais-Lehrer stellt seinen Schülern viele Fragen und die Antworten sind unendlich. Jeder Schüler hat eine andere Antwort. So wie ein Kind das Laufen lernt, entdeckt der Mensch im Feldenkrais, seinen Körper mit größtmöglicher Leichtigkeit zu bewegen. „Manche Menschen glauben, sie seien nicht beweglich“, sagt der Feldenkrais-Lehrer Bernhard Mumm. „Bis sie Feldenkrais machen“. Im Feldenkrais werden einfache und sanfte Bewegungen ausgeführt, meist im Liegen, aber auch im Sitzen oder Stehen. Die Schüler bekommen eine Aufgabe, wie z.B. den Kopf zu drehen, und jeder führt die Bewegung seinen eigenen Möglichkeiten entsprechend aus. Es gibt kein richtig und falsch. „Für viele ist das ungewohnt“, sagt Mumm. „Kein vorgegebenes Bewegungsmuster zu haben, sondern zu beobachten: wie mache ich das und wie fühlt es sich gut an“. Kann ich eine alltägliche Bewegung auch anders ausführen als gewohnt und wie fühlt es sich am besten an, ist die entscheidende Frage. „Allein die Beobachtung, dass ich beim Zähneputzen immer die Schulter hochziehe kann dazu führen, dass ich es beim nächsten Mal lasse und nach einer anderen und leichteren Bewegung suche“, erklärt Mumm. In der Gruppenarbeit (Bewusstheit durch Bewegung) werden die Schüler vor allem durch Worte angeleitet, in der Einzelarbeit (Funktionale Integration) berührt und bewegt der Lehrer den Körper des Schülers mit seinen Händen. Doch anders als in der Physiotherapie wird der Schüler nicht geführt, sondern Lehrer und Schüler experimentieren gemeinsam mit Bewegungsabläufen. Die Feldenkrais-Methode ist keine Behandlung, die ein Patient mit sich geschehen lässt, sondern ein Lernprozess, den […]

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Julia Johannsen
Julia Johannsen ist Sozialpädagogin, Yogalehrerin und Autorin. Sie unterrichtet Vinyasa Flow Yoga, ist in einer Praxis für systemisch-spirituelles Coaching tätig und schreibt Artikel und Texte rund um die Themen Yoga, Philosophie und Gesundheit für verschiedene Magazine und Verlage. Ihre Yogapraxis und das Schreiben sind inspiriert vom 5Rhythms®-Tanz nach Gabrielle Roth, Musik und englischen Landschaften.

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