Meditationsobjekte mit hoher Energie-Wirkung – Mandalas und Yantras anschaulich erklärt
Der Begriff Mandala ist vielen Menschen auch im Westen geläufig. Doch was sind Mandalas eigentlich genau und wofür werden sie benutzt? Mandalas sind hoch entwickelte geometrische Muster, die bestimmte Energien anziehen. Welche Energien durch das Mandala eingefangenen werden, hängt von dem Muster ab, in dem das Mandala gestaltet ist. Wenn Sie ein Mandala ansehen, nimmt das Auge Signale auf, die direkt im Körper einen Reflex auslösen. Auf diese Weise ist es möglich, diese Energie in sich aufzunehmen und den eigenen Energiepegel zu erhöhen. Bei Meditierenden ist es allgemein üblich, die Meditation und die spirituellen Übungen durch die Verwendung von Mandalas zu intensivieren.

Das Grundkonzept von Mandalas
Das Grundkonzept, nach dem Mandalas funktionieren, besteht darin, dass die Körperzellen versuchen, die Form des Mandalas zu kopieren, die im Moment des Betrachtens über das Auge aufgenommen wird. Lassen Sie mich dies mit einem Beispiel veranschaulichen: Wenn Sie ein rundes Mandala ansehen, versuchen die Zellen, rund zu werden. Es ist das photographische Gedächtnis, das dieses Muster einfängt und behält. Genauso verhält es sich, wenn wir einen sich bewegenden Ventilator ansehen und dann die Augen schließen. Wir können dann immer noch das Bild von dem sich bewegenden Ventilator vor unserem inneren Auge sehen. Wenn Sie über ein Mandala meditieren und die dem Mandala zugeordneten Mantras singen, erzeugt das einen Impuls im Gehirn, der über Ohren und Augen aufgenommen wird und eine noch größere Wirkung erzielt. (weiter auf Seite 67)

Je nachdem, wie der Raum in dem Mandala unterteilt ist, werden automatisch bestimmte nützliche Energien erzeugt. Hier ein Beispiel, um dieses Prinzip zu veranschaulichen: Stellen Sie sich eine große leere Halle vor, in die durch die Eingangstür Wasser einströmt, das durch die Hintertür wieder hinausfließt. Aufgrund des Wasservolumens in der Halle wird eine bestimmte Strömung innerhalb der Halle erzeugt, bevor das Wasser wieder hinausfließt. Diese Strömung hängt von der Größe der Halle und den Hindernissen ab, auf die das Wasser trifft, bevor es die Halle wieder verlässt. Würden wir aber die Lage der Tür in der Halle verändern, so würde sich in diesem Moment auch das gesamte Energiefeld, das durch die Strömung erzeugt wird, verändern. Würde man in der Halle noch vier Säulen aufstellen, so würde sich das Energiefeld nochmals verändern.

Wir sehen also, dass sich alle Energien, je nach der Unterteilung des Raumes, ändern. Hierbei handelt es sich um ein universelles Prinzip, dem wir überall begegnen, nämlich bei Unterwasserströmungen, elektrischer Energie, magnetischer Energie, der Energie von Planeten, kosmischer Energie etc. Es gibt viele Energien, die uns in einem ständigen Fluß umströmen.

In dem Moment, in dem eine Veränderung des Raumes vorgenommen wird, wie z.B. das Hinzufügen einer Linie im Raum, ändert sich sofort der gesamte Energiefluss, was verschiedene Auswirkungen hat. Das Potential des Raums wird verändert, es wird eine neue Situation  geschaffen, wodurch wiederum bestimmte Energien erzeugt werden.

Anzeige

Wenden wir dieses Prinzip an, so können wir Mandalas entwerfen, um bestimmte Energien zu erzeugen, z.B. die Energie einer Gottheit. Man fand heraus, dass jeder durch ein Mandala erzeugten Form ein bestimmter Planet entspricht, dessen Energien durch das Mandala angezogen werden, z.B. durch einen 5-zackigen Stern, ein Dreieck, ein Quadrat, einen Pfeil. Die Energie des betreffenden Planeten, die bereits im Kosmos existiert, wird aufgrund dieser Form zu diesem Punkt hingezogen und sammelt sich dort. Indem wir nun verschiedene Formen schaffen, laden wir die Energie bestimmter Gottheiten oder Planeten ein. Das ist es, was wir unter einem Mandala verstehen.

Yantras als höher entwickelte Form des Mandala
Yantras nun sind Mandalas in einer höher entwickelten Form. Wir bedienen uns eines Yantra, wenn wir im Gehirn einen über die Augen oder das Gehör aufgenommenen Reflex erzeugen wollen. Wir möchten also nicht nur eine bestimmte Energie erzeugen, sondern wir möchten auch ein Signal zu einem bestimmten Punkt im Körper lenken. Verwendet man Mandalas als eine grundlegende Vorbereitung, um eine bestimmte Energie zu erzeugen, so reicht die Wirkung von Yantras viel weiter; sie bewerkstelligen die Kanalisierung dieser Energie zu ihrem Bestimmungsort im Gehirn. Daher ist ein Yantra ein Mandala in einer höher entwickelten Form, das einem zweifachen Zweck dient. Die Funktion eines Yantras basiert darauf, dass das Bewusstsein entlang bestimmter Linien gelenkt wird, um im Körper einen bestimmten Reflex zu erzeugen. Betrachtet man also ein Yantra, so beginnt es, Eindrücke in uns zu erzeugen, und aufgrund seiner Form, seiner Linien und seines geometrischen Musters bewirkt es auch energetische Veränderungen im Gehirn.

Selbst Mandalas entwerfen?
Ein Mandala zu entwerfen, ist alle andere als einfach. Aber es ist gut, ein Mandala von einem Originalentwurf oder die Farben in Mandalaentwürfen zu kopieren. Dies ermöglicht es dem Bewusstsein, den Linien und Formen zu folgen. Dies ist eine sehr gute Art der Meditation und des Gebets. Die Mandalas, die für spirituelle Übungen verwendet werden, sind kein Zufallsprodukt. Die Existenz subtiler Energien würde in den Entwürfen von Amateuren gar nicht berücksichtigt. Es handelt sich hier um eine sehr schwierige Wissenschaft, derart kompliziert, dass wir bis zum heutigen Tag Mandalas benutzen, die über 5000 Jahre alt sind. Keiner hat seitdem ein neues Mandala entworfen. Ein Mandala zu entwerfen erfordert überragende geistige Fähigkeiten. Ein Mandala zu verwenden, das einfach so aufs Geratewohl als ein geometrisches Muster geschaffen wurde, kann zu Problemen führen, da es nicht auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet ist und somit vielerlei Wirkungen haben kann. Genau dasselbe gilt für das, was wir moderne oder zeitgenössische Kunst nennen. Es kann passieren, dass Sie ganz frohgelaunt sind, ein Gemälde betrachten und plötzlich traurig werden, weil der Raum in dem Bild in einer Weise geteilt ist, dass er Energien freisetzt, die schädlich sind. Energien, über die wir keine Kontrolle haben. Daher können Mandalas, die von modernen Künstlern geschaffen wurden, nur für Dekorationszwecke verwendet werden, nicht aber für die Meditation. Denn welche Wirkung sie in uns auslösen, ist nicht absehbar. Eine spirituelle Wirkung jedenfalls sollte man nicht von ihnen erwarten, denn ein Mandala zu entwerfen, ist wie gesagt alles andere als einfach.

Anzeige