Bei uns steigt jeden Tag die Vorfreude auf den Frühling. Allmählich zeigen sich die ersten hellgrünen Pflänzchen und Triebe. Es wird allmählich Zeit für den Neubeginn, das Kribbeln im Bauch und natürlich für den Frühjahrsputz im Innen und Außen. Manchmal erweisen sich die Lebensgeister allerdings als Faulpelze, die vom Winterschlaf direkt zur Frühjahrsmüdigkeit übergehen und beim Blick auf die ausgerollte Yogamatte nur matt seufzen. Dann helfen ätherische Öle mit ihrer natürlichen Kraft dabei, Stoffwechsel und Kreislauf in Schwung zu bringen. Detox-Yoga und Fastenkuren können mit wunderbaren Düften begleitet werden, die Entgiftungsprozesse anregen. Und auch auf geistig-seelischer Ebene unterstützen sie uns dabei, Altes loszulassen, Veränderungen zu akzeptieren und uns dem Neuen zuversichtlich anzuvertrauen. Wir stellen euch ausgewählte Wach-, Glücklich- und Saubermacher unter den ätherischen Ölen vor:

 

Frische & Klarheit: Zitrone

ZitroneZitrone fördert die Durchblutung, regt den Zellstoffwechsel sowie den Lymphfluss an und sorgt so für straffere Haut. Zudem unterstützt das Öl die Leber bei der Entgiftung. Auf psychischer Ebene fördert es Struktur, Konzentration und Klarheit. Wer jetzt Altes loslassen und sich auf Wesentliches fokussieren möchte, für den ist Zitronenöl die richtige Wahl. Damit das auch ohne Verbissenheit gelingt, stimmt das Öl fröhlich und gelassen.

  • Frühjahrsputz: Um die Entschlackung zu fördern, 2–3 Tropfen Zitronenöl in ein Glas Wasser geben und morgens trinken.
  • Die Leber unterstützen: 1 EL Honig mit 1–3 Tropfen Zitronenöl mischen und in ¼–½ l warmes Wasser einrühren. Ein Tuch darin tränken und im Leberbereich auflegen. Warm halten.
  • Frische-Kick für Kopfhaut & Haare: 10–15 Tropfen Öl in 100 ml neutrales Shampoo geben und gut schütteln.

 

Konzentration & Stärke: Rosmarin

RosmarinRosmarin fördert geistige Klarheit und Konzentration. Er verleiht uns die innere Stärke, die wir brauchen, um Blockaden aufzulösen und auf unserem Weg einen Schritt weiterzugehen. Rosmarin wird dem Stirnchakra zugeordnet und bringt uns in Kontakt mit höheren spirituellen Ebenen. Als enorm hilfreich erweist sich das Öl auch bei niedrigem Blutdruck und Durchblutungsstörungen. Zudem unterstützt es die Funktion der Leber und damit die Entgiftung. Aber: Vorsicht bei Bluthochdruck!

  • „Raus damit!“-Kompresse: 4 Tropfen Rosmarinöl in 1 EL flüssigem Honig verrühren und in heißem Wasser auflösen. Ein kleines Handtuch eintauchen, auswringen und im Bereich der Leber auflegen.
  • Anti-Frühjahrsmüdigkeit-Duschgel: 2–3 Tropfen Rosmarin- und Grapefruit-Öl in neutrales Duschgel mischen und ordentlich schütteln. Hilft in Schwung zu kommen.
  • Muskelwärmer: 4 Tropfen Rosmarinöl mit 1 EL Sesamöl vermischen. Vor der Yogapraxis zum Aufwärmen oder danach zur Lockerung der Muskulatur einmassieren.

 

Inspiration & Euphorie: Muskatellersalbei

MuskatellersalbeiWenn zu viele Gedanken den Weg für Kreativität und Intuition versperren ist Muskatellersalbei das Öl der Wahl. Es weckt die schöpferischen Kräfte und weitet unseren Blick. Der Duft fördert auch das intensive Träumen und den Kontakt zu inneren Bildern. So unterstützt er uns bei Transformations-, Entscheidungs- und künstlerischen Prozessen. Zudem wirkt Muskatellersalbei euphorisierend und belebend. Er lenkt unsere Energie weg von hinderlichen alten Mustern und hin zu neuen Möglichkeiten. Auf körperlicher Ebene wird das Öl vor allem bei hormonellen Schwankungen eingesetzt.

  • Lösungen einladen: Wer Antworten auf eine wichtige Frage sucht, kann vor dem Schlafengehen 2 Tropfen Muskatelleröl auf ein Taschentuch geben und es neben das Kopfkissen legen. Vielleicht kommt die Antwort im Traum.
  • Aphrodisisches Körperöl: 1–2 Tropfen von Muskatellersalbei, Ylang Ylang, Rosengeranie und Sandelholz mit Sesamöl vermischen.
  • Den Affengeist zähmen: 2 Tropfen Weihrauch, 1 Tropfen Muskatellersalbei und 1 Tropfen Cistrose zur Meditation in die Duftlampe geben.

 

Lebensfreude & Leichtigkeit: Grapefruit

GrapefruitDieses Öl sorgt für neue geistige und körperliche Frische. Es wirkt hautregenerierend und -straffend, regt den Lymphfluss an und fördert nachweislich die Fettverbrennung. Deshalb wird Grapefruit bei müder, unreiner Haut, unerwünschten Fettpölsterchen und Cellulite eingesetzt. Auf psychischer Ebene wirkt das Öl als „Happymaker“, denn es regt die körpereigene Endorphin-Produktion an. Verkrampften, ängstlichen Menschen schenkt der Duft mehr Selbstvertrauen, Leichtigkeit und Humor. Zudem hilft seine Kraft, in scheinbar unveränderlichen äußerlichen Situationen die innere Einstellung positiv zu transformieren.

  • Detox-Massageöl: Je 2–3 Tropfen Grapefruit, Wacholder, Zeder und Rosengeranie in 100 ml Sesamöl mischen und in die Haut einmassieren.
  • Fettverbrennungs-Turbo: Je 2 Tropfen Grapefruit, Zitrone und Orange in die Duftlampe geben.
  • Lippenbalsam: 1EL Kokosfett und etwas Honig erwärmen und mit je 1 Tropfen Grapefruit- und Vanille-Öl gut vermischen. Abkühlen lassen.

 

Dieser Beitrag ist eine gekürzte Fassung eines Artikels, der in Yoga Aktuell Nr. 90 erschienen ist. Darin findet ihr noch mehr Tipps & Rezepte zum Selbermachen!

 

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