Wenn es überall nach Keksen und Punsch duftet, dann haben Gewürze wie Zimt, Kardamom und Vanille ihren großen Auftritt. Sie betören nicht nur unsere Sinne und schmecken köstlich, sondern haben auch höchst positive Effekte auf unsere Gesundheit. Wir verraten dir welche!

 

Vanille

ThinkstockPhotos-154066445Wenn wir Vanilleduft erschnuppern, dann beginnen die meisten von uns zu lächeln. Bei vielen tauchen Kindheitserinnerungen und ein Gefühl von Geborgenheit auf. Da sie zugleich entspannend, stimmungsaufhellend und anregend (manche sagen sogar aphrodisierend) wirkt, ist echte Vanille ein wahrer Stress-Killer und Balsam für unsere Nerven. Zudem hilft sie uns dabei, schwere, süße Nahrung besser zu verdauen. In aktuellen Studien wird die Wirkung von Vanillin auf Krebszellen untersucht. Es gibt hinweise darauf, dass der Hauptinhaltsstoff der Vanille hier einen positiven Einfluss hat, indem unsere gesunden Zellen schützt.
Im Ayurveda zählt Vanille zu den süßen Gewürzen und soll ausgleichend auf ein erhöhtes Vata-Dosha wirken.
Vanille passt gut zu: allen Süßigkeiten, Obst, Milch und Sahne, Birnen, Meeresfrüchten

 

Zimt

ThinkstockPhotos-461987659Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt und ist aus der weihnachtlichen Küche nicht wegzudenken. Er fördert den Appetit und regt die Verdauung an, weshalb er auch bei Blähungen und Völlegefühlen für Erleichterung sorgen kann. Echte Zimtrinde besitzt eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Die Forschung interessiert sich seit einiger Zeit besonders für die Wirkung des Gewürzes auf den Blutzuckerspiegel: Zimt scheint diesen positiv zu beeinflussen und zu regulieren.
Im Ayurveda wird Zimt in die Geschmacksrichtungen scharf, bitter und süß eingeordnet. Er reduziert Vata und Kapha, erhöht Pitta leicht. Zimt stärkt das Agni, regt die Darmtätigkeit an und reinigt ihn.
Zimt passt gut zu: gebackenem Obst oder Kompott, Äpfeln, Bananen, Orangen, Trauben, Mais, Blumenkohl, Schokolade, Huhn, Schweinefleisch, Currygerichten, Kürbis

 

Kardamom

ThinkstockPhotos-496352809Dieses Gewürz wirkt entzündungshemmend und krampflösend – weshalb Kardamom bei Verdauungsstörungen, Magenproblemen oder auch Menstruationskrämpfen hilfreich sein kann. Linderung soll er auch Menschen mit Atemwegserkrankungen bringen. Mundgeruch kann man angeblich schnell und effektiv beseitigen, indem man Kardamomkapseln kaut, da diese Cineol enthalten und damit Bakterien töten, die üble Gerüche verursachen.
Im Ayurveda wird Kardamom eine sattvische Wirkung zugeschrieben. Er soll das Agni anregen und alle Doshas reduzieren. (Nur bei übermäßigem Gebrauch erhöht es Pitta.) Zudem reduziert Kardamom die schleimbildende Wirkung von Milch und die magenreizende Wirkung von Kaffee.
Kardamom passt gut zu: Huhn, Lamm, tropischen Früchten, Vanillesauce, Nüssen, Reis, Desserts

 

Nelken

ThinkstockPhotos-453925631Dieses Gewürz sollte bei allen Menschen in der Küche stehen, die zu Zahnschmerzen oder Entzündungen im Mund- und Rachenraum neigen. Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken desinfizierend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Bei aktuen Schmerzen kann man einfach eine Nelke kauen oder diese neben den betroffenen Zahn in der Backe platzieren (Achtung: Bitte niemals während einer Schwangerschaft!). Zudem ist das ätherische Öl der Gewürznelken ein starkes natürliches Antioxidans.
Im Ayurveda schreibt man Nelken eine Kapha- und Pitta-senkende Wirkung zu. Zudem sollen sie den Körper dabei unterstützen, Stoffwechselschlacken (Ama) abzubauen und die Körperkanäle (Shrotas) zu reinigen.
Nelken passen gut zu: Lebkuchen, Punsch, Obst, Huhn, Wild, Kohl- und Schmorgerichte

 

Buchtipp zum Thema:

Dr. Bharat B. Aggarwal: Heilende Gewürze, Narayana Verlag 2014

 

 

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