Volker Mehl, den wir für unsere aktuelle Ausgabe Nr. 95 interviewt haben, hat ein neues Buch veröffentlicht, in dem er in 85 Rezepten durch seine deutsche Heimat reist. Drei Monate war er dafür in einem blauen Camping-Bulli unterwegs, 25 Orte hat er besucht und unterwegs mit vielen Menschen gekocht und geschlemmt. Was er wieder einmal auf seine besondere Weise zeigt, ist, dass auch in heimischen Produkten und Rezepten ganz viel Ayurveda steckt und sich auch viele deutsche Klassiker so „übersetzen“ lassen, dass sie ayurvedischen Prinzipien entsprechen.

Wir freuen uns, dass wir euch einige Rezepte vorstellen dürfen:

 

Perfekt für kalte Tage:Blumenkohl-Birnen-Cremesuppe

BlumenkohlFür 4 Personen
Vegan / Glutenfrei

  • 1 Blumenkohl
  • 1 Birne
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 2 EL Ayurveda-Ernaehrung/Ghee/">Ghee
  • 1 EL Currypulver
  • 1 Prise Asafoetida
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 1 EL gehackter Ingwer
  • 50 g geröstete Mandelblättchen
  • 1 Bund frischer Rucola
  • Salz, frisch gemahlener
  • schwarzer Pfeffer und Muskat zum Abschmecken

1. Den Blumenkohl waschen und in Stücke schneiden. Die Birne waschen, entkernen und ebenfalls in Stücke schneiden. Die Lauchzwiebeln waschen und in Ringe
schneiden.
2. Das Ayurveda-Ernaehrung/Ghee/">Ghee in einem Topf erhitzen, Ingwer, Currypulver und Asafoetida dazugeben und etwa 20 Sekunden anschwitzen. Dann Lauchzwiebelringe, Blumenkohl- und Birnenstücke
dazugeben und 3 Minuten glasig andünsten.
3. Die Gemüsebrühe angießen und bei geschlossenem Deckel 20 Minuten köcheln lassen. Dann die Mandelblättchen
dazugeben und die Suppe mit Hilfe eines Mixstabes pürieren. Den Rucola grob hacken und in die Suppe geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und auf Schälchen verteilen.

ThinkstockPhotos-486902858FOODCHECK ASAFOETIDA:
Asafoetida ist das getrocknete und gemahlene Wurzelharz des Asantstrauches. Es hat ein intensives, an Zwiebel erinnerndes Aroma. Eingesetzt wird es vor allem bei Blähungen, Verstopfung und als Nerventonikum.
Daneben schreibt man ihm auch eine aktivierende, aphrodisierende Wirkung zu.

 

 

Von wegen Arme-Leute-Essen: Lumpen und Flöh

Für 4 Personen
glutenfrei

  • 150 g gelbe Linsen
  • 2 rote Zwiebeln
  • 700 g Weißkohl
  • 700 g Kartoffeln
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 TL Kurkuma
  • ½ TL Asafoetida
  • 2 EL Kümmelsamen
  • 2 EL Fenchelsamen
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 1 Becher Crème fraîche
  • 1 Bund frischer gehackter Dill
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1. Die Linsen gut waschen. Die Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden.
2. Den Weißkohl vierteln, den Strunk herausschneiden und den Kohl in etwa 2 cm dicke Streifen schneiden, dann waschen. Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.
3. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, Kurkuma, Asafoetida, Kümmel- und Fenchelsamen sowie Zwiebelwürfel zugeben und glasig andünsten.
4. Dann Kartoffelwürfel, Weißkrautstreifen und Linsen zugeben, kräftig mischen, die Gemüsebrühe aufgießen und 35 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Kraut sollte noch leichten Biss haben, die Linsen sollten aber weich sein. Das Gemüse in tiefen Tellern anrichten und mit einem Klecks Crème fraîche und etwas gehacktem Dill garnieren.

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ThinkstockPhotos-492201063FOODCHECK WEISSKOHL:
Früher hat man Brustkrebspatientinnen Umschläge mit Pasten aus Weißkohl aufgelegt.Wurde lange Zeit noch darüber gelacht, ist das Lachen mittlerweile der Erkenntnis gewichen, dass da doch einiges dran ist: In der Tat hat man in Labortests nachgewiesen, dass Kreuzblütler wie der Kohl sekundäre Pflanzenstoffe, vor allem Sulforaphan, enthalten, die innerhalb weniger Stunden Krebszellen abtöten können. Wegweisende Studien wurden hier vor allem von der John-Hopkins-Universität in Baltimore vorgelegt.

Ein praktischer Kochtipp: Aufgrund seiner Schwefelverbindung riecht Kohl sehr stark, wenn man ihn länger kocht. Ein einfaches Gegenmittel ist, eine ganze Walnuss mit Schale und/oder etwas Sellerie mitzukochen.

 

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