Was hochinteressante Siegel-Funde über die Ursprünge des Yoga verratenIn den Stufen zum Ganges sitzen am frühen Morgen zwei Frauen in Meditationshaltung. Ganz in der Nähe und direkt am Flussufer übt ein älterer, vollbärtiger Mann ganz für sich Asanas. Am Abend finden sich am gegenüberliegenden Ufer mehrere Familien sowie Zugereiste ein, es wird gebetet, gesungen und Feuer geschwenkt. Genauso oder ganz ähnlich muss es bereits vor rund 5000 Jahren an den Ufern des Indus ausgesehen haben, dem mit 3200 km längsten Fluss des indischen Subkontinents; die zahlreichen archäologischen Funde dieser Region stützen diese Annahme. Wird von der Induskultur bzw. von der Industal- oder (neuerdings) von der Harappa-Kultur geschrieben oder gesprochen, beruhen die Angaben auf fünfundachtzig Jahren Ausgrabungs- und Forschungsarbeit in einem Gebiet von der Größe Westeuropas mit rund 1400 Siedlungen und mehreren Städten. Zwei Drittel der Fundstellen befinden sich auf dem Gebiet des heutigen Nordwestindiens, ein Drittel in Pakistan. Auf dem Gebiet des heutigen Pakistan liegen auch die beiden bekannten bronzezeitlichen Metropolen Harappa und Mohenjo-daro. Ähnlich große Orte sind Dholavira auf der Insel Kadir Beit im Bundesstaat Gujarat, wo seit 1990 gegraben wird, Ganeriwala im Punjab, das im Jahr 1970 entdeckt wurde, wo aber bislang keine Ausgrabungen stattfinden, sowie Rakhigarhi im Bundesstaat Haryana, nordwestlich von Delhi gelegen, das erst kürzlich entdeckt wurde. Auch dort finden noch keine systematischen Ausgrabungen statt. Die bisherigen Funde bringen eine frühe Hochkultur zutage, deren auffälligste Leistungen eine fortgeschrittene Stadtplanung und eine Bautechnik mit genormten Ziegelsteinen, ein ausgetüfteltes Wasser-Leitsystem mit Kanalnetzen zur getrennten Ver- und Entsorgung, Straßennetze mit Straßen, die Mittelstreifen aufweisen, eine raffinierte Schmuckherstellung mit Karneolen und Glasperlen (zwei Jahrhunderte, bevor die Ägypter dieses Material kannten) und nicht zuletzt das friedliche Miteinander waren. Auf Letzteres deuten das Fehlen von Waffenlagern und von Anzeichen bewaffneter Konflikte, zudem fehlen Darstellungen von Kriegern oder kriegerischen Handlungen. Jonathan Mark Kenoyer, […]

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