In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Gesunde Mittelmeerküche

In den vergangenen 30 Jahren hat sich der Stellenwert von Oliven und Olivenöl auch nördlich der Alpen zum Positiven geändert. Viele hiesige Ärzte und Ernährungsfachleute empfehlen heute die so genannte Mittelmeerküche, die aus Olivenöl in Verbindung mit Knoblauch, Gemüse, Obst, Fisch, wenig Fleisch und etwas Rotwein besteht. Mit Hilfe einer solchen Ernährung, bei der Olivenöl die hauptsächliche Fettquelle ist, beugt man erwiesenermaßen den Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, die in den westlichen Industrieländern neben Krebs die häufigste Todesursache sind. Der Verzehr des Öls beeinflusst Risikofaktoren wie einen erhöhten LDL-Cholesterinspiegel (umgangssprachlich: schlechtes Cholesterin) und einen erhöhten Blutdruck sehr positiv. Auch wird die Mittelmeerküche zum Schutz vor Beschwerden im Verdauungssystem und sogar gegen Krebserkrankungen empfohlen. Zudem hilft sie, das Körpergewicht zu reduzieren oder das passende Gewicht zu halten.

„Gold des Südens“

Die Zusammensetzung von Olivenöl ist einzigartig. Es enthält zahlreiche gesundheitsfördernde Stoffe, darunter Vitamin A, E und D, Carotin, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die zahlreichen Aromastoffe sind nicht nur für das Geschmackserlebnis verantwortlich, das man beim Verzehr hat, sondern schon vorher am Baum sorgen sie dafür, dass Blätter und Früchte nicht von Mikroorganismen und Insekten befallen werden, was dann schließlich auch uns „Endverbrauchern“ nützt.

Die enthaltenen Polyphenole machen als so genannte Antioxidantien Freie Radikale im Körper unschädlich. So wirken sie gegen Entzündungen und bremsen die Alterung der Zellen. Einige Oliven-Phenole greifen den Magenkeim Helicobacter pylori an, der Magengeschwüre verursacht. Darauf deuten Labortests spanischer Wissenschaftler hin. All dies macht die erstaunlichen und umfassenden gesundheitlichen Wirkungen von Olivenöl aus. Oliven selbst enthalten dieselben gesundheitsfördernden Stoffe, außerdem Ballaststoffe, Spurenelemente und Kohlenhydrate. Sie sind also nicht nur pikante Leckerschmecker, sondern dienen auch in höchstem Maße der Gesundheit. Man sollte aber unbedingt darauf achten, dass keine unerwünschten Konservierungs-oder Farbstoffe oder Geschmacksverstärker beigegeben wurden.

Olivenöl äußerlich anwenden

Von Birgit Frohn stammen die folgenden Tipps zur äußerlichen Anwendung von Olivenöl.
Gegen Hornhaut an den Füßen hilft dieses bewährte Rezept: In einer kleinen Schüssel zwei Esslöffel Haushaltszucker mit einem Esslöffel Olivenöl verrühren. Ein warmes Fußbad machen. Danach die Zucker-Öl-Masse mit kreisenden Bewegungen in die Füße einmassieren. An besonders verhornten Stellen kräftig rubbeln. Danach die Füße mit warmem Wasser abspülen und gründlich abtrocknen. Einmal pro Woche anwenden.

Zur Vorbeugung gegen Hornhaut reichlich Olivenöl in die Füße einreiben, am besten abends vor dem Schlafengehen. Danach Socken anziehen. Zweimal im Monat durchführen.
Trockene und spröde Haare werden durch Olivenöl vor Sonne und Salzwasser geschützt. Dafür reichlich Öl ins trockene Haar einarbeiten. Anschließend kämmen und eventuell zu einem Knoten oder Zopf formen. Abends gründlich auswaschen.

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Schließlich noch ein Tipp für die Schuhpflege, ja, tatsächlich: Ledersohlen halten länger und bleiben wasserdicht, wenn sie regelmäßig alle vier bis acht Wochen mit Olivenöl eingerieben werden. Lackleder und andere feine Oberleder kann man ebenfalls mit dem Öl pflegen. Einreiben und mit einem weichen Tuch nachpolieren.

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