Der Herbst ist die geschäftigste Zeit in unserer Klosterküche. Da werden Zwetschgen und Mirabellen eingeweckt, Bohnen geschnippelt und blanchiert, Äpfel zu Muß verarbeitet, Kräuter für Heiltees und Gewürze getrocknet.

Der Keller füllt sich schnell mit Gläsern, Fässern und Vorratskisten aller Art – die Kartoffeln sind eingelagert, Möhren, Pastinaken, Steckrüben und rote Beete stehen teilweise noch auf dem Feld. Sie werden bis zum Winter jeweils frisch geerntet auf den Teller kommen.
Das Zwiebelgrün verliert seine Farbe, wird trocken und wird zu Zwiebelzöpfen geflochten, Kürbisse und Zucchini wachsen einem förmlich in den Mund. Herbst ist natürlich auch die klassische Pilz-Saison, die als Suppe gekocht oder mit leckeren Zutaten gefüllt und gedünstet eine reizvolle Note in das Menü bringen. Wer frische Waldpilze in der Küche verwenden will, sollte sich schon lieber genau auskennen oder ansonsten doch lieber auf gekaufte Champignons zurückgreifen, die es ja auch im Biohandel reichlich gibt.
Frische Äpfel verlocken dazu, schnell zwischendurch ein paar Bleche Apfelstreuselkuchen zu backen – oder jemand kommt mit Händen voller Mirabellen, die uns dazu inspirieren, eine neue Käse-Kuchen-Variante auszuprobieren.

Pastinaken-Steckrüben-Suppe mit frischem Koriander
Diese Suppe ist schnell zubereitet, lecker und leicht. Sie hat durch den frischen Koriander einen ganz besonderen Pfiff.

Zutaten für 4 Personen

  • 1⁄2 Pastinake, feingewürfelt
  • 1 kl. Steckrübe, feingewürfelt
  • 1 Kartoffel, feingewürfelt
  • 1 – 2 El Butter
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Kräutersalz
  • Frisches Koriandergrün,
  • fein geschnitten

Zubereitung
Die Pastinaken-, Steckrüben und Kartoffelwürfel in der Butter anschwitzen. Gemüsebrühe hinzugeben und zum Kochen bringen. Nur kurz köcheln, bis die Gemüsewürfel gar sind. Dann das feingeschnittene Koriandergrün hinzufügen und mit Kräutersalz abschmecken.

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Koriander – Info
Der Echte Koriander (coriandrum sativum) ist ein einjähriges Gewürzkraut aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae), Verwendung finden sowohl die Samen als auch die grünen Blätter. Koriander enthält ätherische Öle, wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Gerbstoffe, Vitamin C und Cumarine, die seinen charakteristischen Geruch und Geschmack ausmachen. Koriander sollte sparsam verwendet werden, da der Geschmack sehr intensiv ist.

Koriander findet seit den alten Ägyptern auch Verwendung in der Pflanzenheilkunde. Die ätherischen Öle wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und lindernd bei Magen- und Darmleiden. Dementsprechend ist Koriander in vielen Medikamenten gegen Magen- und Darmstörungen enthalten.

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