In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Was im LTP in Hamburg geschieht, ist kein Einzelfall – Informationen zu Tier­versuchen und ihrem oft verkannten Ausmaß. Angestoßen durch die Undercover-Recherche der SOKO Tierschutz im Hamburger Labor LTP und die dabei entstandenen Bilder des Schreckens, die im Oktober durch die Medien gingen, hat das Thema Tierversuche wieder traurige Aktualität erlangt. Dabei muss man allerdings sagen, dass dieses Thema de facto stets aktuell war – was hinter den Mauern der Tierversuchslabore und auch an vielen Universitäten geschieht, bleibt der Öffentlichkeit lediglich zum Großteil verborgen und wird die meiste Zeit über nur von Tierschützern und direkten Anwohnern bewusst verfolgt. Viele Menschen sitzen dem Irrtum auf, dass Tierversuche nurmehr für die Erforschung neuer Medikamente durchgeführt werden, und dann natürlich so „human“ und reduziert wie möglich. Doch diese Annahme ist weit gefehlt. Tierversuche werden u.a. auch für Kosmetika und Pflegeprodukte, für Haushaltsreiniger und sogar für Lebensmittel durchgeführt. Was Kosmetikprodukte betrifft, so gehen viele davon aus, dass man seit dem EU-Verbot von 2013 beruhigt ins Drogeriemarktregal greifen könne, ohne auf eine spezielle Kennzeichnung wie etwa das Leaping-Bunny-Siegel zu achten. Allerdings bezieht sich das Verbot nur auf Tierversuche für Endprodukte und für Inhaltsstoffe, die ausschließlich in Kosmetika eingesetzt werden; Tests für andere Rohstoffe hingegen stehen auf einem anderen Blatt und unterliegen eigenen Regelungen. Nicht nur, dass aufgrund von gesetzlichen Vorschriften die meisten verwendeten Rohstoffe für ihre Zulassung in der Vergangenheit an Tieren getestet wurden, auch Tests für neue Inhaltsstoffe sind also bei Weitem nicht auszuschließen (vgl. EU-Chemikalien-Verordnung). Darüber hinaus nimmt jedes Unternehmen, das seine Kosmetikprodukte auf dem chinesischen Markt anbietet, Tierversuche in Kauf, denn diese sind dort für die Zulassung von Endprodukten immer noch vorgeschrieben. Vereinte Bemühungen von Tierschutzorganisationen sowie teilweise auch von Herstellern selbst haben zwar bereits zu einem ersten Umdenken bei den chinesischen Behörden geführt, noch wurden die Bestimmungen aber nicht geändert. Auch […]

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