Warum Edelsteine auch in gesundheitlicher Hinsicht kostbar sind. Wertvolles Wissen aus vedischen Quellen
Die Bandbreite der im Ayurveda benutzten Heilmittel ist groß. Neben Kräutern und Ölen, die in den verschiedensten Anwendungsformen zum Einsatz kommen, werden auch Metalle und Edelsteine verwendet, um den Menschen ganzheitlich ins Gleichgewicht zu bringen und zu heilen. Die ayurvedische Edelsteintherapie ist eng mit der vedischen Astrologie, dem Jyotish verknüpft. Die Edelsteine sind nach vedischer Lehre verschiedenen Planeten zugeordnet und ebenso, wie die Planetenkonstellationen Einfluss auf den Menschen haben, üben auch die mit den Gestirnen verbundenen Steine eine Wirkung aus. Sie können sogar dazu eingesetzt werden, um die Planeteneinflüsse auszugleichen. Im Ayurveda werden sie jedoch auch unabhängig davon für die Behandlung von Störungen im feinstofflichen Bereich genutzt. Dr. David Frawley, Experte sowohl auf dem Gebiet  des Ayurveda als auch der vedischen Astrologie, erklärt, dass als erschwinglichere Alternative zu Edelsteinen auch Halbedelsteine in Frage kommen, die ihnen in ihrer jeweiligen Wirkweise entsprechen. Die Wirkkraft dieser günstigeren Steine ist jedoch als schwächer einzuschätzen. Hier einige Beispiel der von Frawley aufgeführten Planetenzuordnungen und Effekte:

Smaragd (Ersatzsteine: Jade oder Peridot)

  • wird mit dem Planeten Merkur in Verbindung gebracht
  • kann sich regulierend auf das Nervensystem auswirken und die Lungen stärken; harmonisiert körperlich und geistig; kann Vata und Pitta ausgleichen und Kapha erhöhen
  • wird bei Vata- und Kapha-Konstitution am besten in Gold eingefasst, bei Pitta in Silber und am kleinen Finger oder Mittelfinger getragen

Diamant (Ersatzstein: weißer Zirkon oder klarer Bergkristall)

  • dem Planeten Venus zugeordnet
  • stärkt Nieren und Fortpflanzungssystem und erhöht das Ojas; verleiht Schönheit und Charme, beflügelt die Kreativität und übt eine Schutzwirkung bei Krankheit aus
  • sollte in Weißgoldfassung am kleinen Finger oder Mittelfinger getragen werden (beim Bergkristall als Ersatz auf gute Reinigung und Energetisierung achten, da er besonders empfänglich für Einflüsse aus der Umgebung ist und diese verstärkt)

Rubin (Ersatzsteine: Granat oder Aventurinfeldspat)

  • der Sonne zuzuordnen
  • kann das Herz stärken, die Durchblutung und die Verdauung verbessern und die Energie erhöhen; fördert ferner die Unabhängigkeit und verhilft zu Einsicht und Kraft
  • sollte in Gold gefasst am Ringfinger der rechten Hand getragen werden

Perle (Ersatz: Mondstein)

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  • dem Mond zuzuordnen
  • stärkendes Tonikum für Nerven, Gewebe und für das weibliche Fortpflanzungsystem; beruhigend
  • sollte in Silber gefasst am Ringfinger der linken Hand getragen werden

Äußerlich können die Steine wie in den Tipps bei den oben stehenden Einzelbeschreibungen schon angedeutet als Schmuck getragen werden, wobei hier der direkte Körperkontakt von Bedeutung ist. Sie werden entweder eingefasst in einem passenden Metall als Ringe getragen oder als Anhänger, die auf dem Bereich des physischen Pendants zu Herz- oder Halschakra aufliegen. Dass es bei der Ring-Variante nicht einerlei ist, an welchem Finger man den Edelstein trägt, erklärt sich daraus, dass nach vedischer Lehre genau wie die Steine auch die Finger mit spezifischen Planeten oder Elementen in Zusammenhang stehen und bei einer Übereinstimmung die Effektivität günstig beeinflusst werden kann. Laut Frawley sollen echte Edelsteine zwei Karat, die günstigeren Ersatzsteine jedoch mindestens vier Karat haben. Im Zweifelsfall sollte man sich lieber für einen guten Ersatzstein von ausreichender Größe entscheiden, als für einen zu kleinen teuren Stein.

Im Ayurveda werden die Steine jedoch nicht ausschließlich äußerlich, sondern darüber hinaus hinaus auch innerlich angewendet. Die Herstellung der dafür bestimmten Zubereitungen ist allerdings kompliziert und muss sehr sorgfältig von einem Spezialisten vorgenommen werden – für Präparate aus den Steinen selbst müssen diese einer aufwendigen Prozedur unterzogen werden, weil sie dem Menschen ansonsten unter Umständen schaden können. Eine weitere Anwendungsform sind Tinkturen, für die die Steine eine Zeit lang in hochprozentigem Alkohol eingelegt werden, die jedoch nicht die eigentliche Steinsubstanz enthalten.

Die Therapie mit Edelsteinen steht im Ayurveda in der Regel nicht für sich allein, sondern wird in ein größeres Therapiekonzept integriert. Man kann mit ihnen gezielt die Wirkungen bestimmter Kräuter verstärken (so wird etwa die Wirkung tonisierender und verjüngender Kräuter durch gelben Saphir oder gelben Topas unterstützt und stimulierende, aphrodisierende Kräuter erfahren eine gute Ergänzung durch eine Tinktur aus roter Koralle) und die Edelsteinanwendungen stehen auch mit Farb- und Mantratherapie in engem Zusammenspiel.

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