In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Einfache Hausmittel und grundsätzliche Tipps
Zugegebenermaßen lassen sich ayurvedische Cremes nicht so leicht selbst herstellen und hierzulande ist nur eine begrenzte Auswahl erhältlich (Bezugsquellentipp siehe Infobox). Aber Effekte erreichen Sie sogar schon mit einfacheren Mitteln und natürlich durch Beachtung einiger grundlegender Tipps. Grundsätzlich gilt: Immer für ausreichend Feuchtigkeitszufuhr sorgen; insbesondere, wenn Sie sich viel in klimatisierten Räumen aufhalten oder trockener Heizungsluft ausgesetzt sind. Da Sonneneinstrahlung die Hautalterung immens beschleunigt, ist es nicht nur aus gesundheitlichen Gesichtspunkten, sondern auch im Hinblick auf die Jungerhaltung der Haut wichtig, sich gebührend vor UV-Strahlen zu schützen. Ähnlich ist es mit dem Rauchen: da Nikotin oxidativen Stress auslöst, stellt es neben einer gesundheitliche Belastung auch einen alterungsbeschleunigenden Faktor dar. Und zuguterletzt: Es ist kein Märchen, dass ständiges Stirnrunzeln Stirnfalten verursacht oder verstärkt. Lachfältchen dagegen heißen unserer Meinung nach höchstwahrscheinlich so, weil sie durch ganz viel Lachen gemildert werden.

Nun aber zu den einfachen Hausrezepten: Feinere Fältchen z.B. kann man minimieren, indem man die betroffenen Hautpartien regelmäßig mit dem Strunk einer grünen Ananas einreibt (nach ca. einer Viertelstunden das Gesicht waschen). Eine Mischung aus Sahne oder naturbelassenem Joghurt, Honig und etwas Zitronensaft soll als Maske angewandt ebenfalls sehr gute Resultate erzielen, insbesondere, wenn man noch den Inhalt von zwei bis drei Vitamin E-Kapseln beimengt. Als hervorragender Faltenglätter gilt auch rohes Hühnereiweiß, dass man für einige Minuten einziehen lassen und dann gründlich abwaschen soll. Hier ist allerdings bei kleinen Verletzungen im Gesicht Vorsicht geboten: da das Eiweiß Salmonellen enthalten kann, sollte man im Zweifelsfall darauf verzichten.
Auch verschiedene Öle wie Kokosnussöl oder Olivenöl eignen sich gut zur faltenvorbeugenden/-reduzierenden Gesichtspflege. Ein ausnehmend starkes Zellerneuerungspotenzial soll Arganöl haben, das in Marokko traditionell sowohl zu kosmetischen Zwecken als auch im medizinischen Bereich und als Nahrungsergänzung angewandt wird und sich in letzter Zeit auch bei uns großer Beliebtheit erfreut.

Und ja, auch die obligatorische Gurkenmaske darf in der Reihe der Tipps nicht fehlen. Allerdings sollen Sie sich nicht ganz klischeegetreu hübsche Scheibchen auf die Augen legen, sondern die Gurken ein wenig pürieren und die Masse dann im Gesicht verteilen. Bitte beachten Sie jedoch: Die Reaktionen von Personen, die Ihnen zufällig während der Einwirkzeit über den Weg laufen, werden nicht viel anders ausfallen als bei der klassischen Gurkenmaske…

Folgendes soll der Vollständigkeit noch erwähnt werden: bevor man die pflegenden, nährenden Wirkstoffe aufträgt, ist ersteinmal eine schonende, aber gründliche Reinigung angesagt. Nur so ist die Haut wirklich gut dafür vorbereitet, die Pflegesubstanzen aufnehmen und davon profitieren zu können.

Massagen, Gesichtsyoga und ergänzende Rasayanas
Regelmäßige Pflege ist ein wichtiger Faktor für eine vitale Haut und zahlt sich langfristig aus. Auch Gesichtsyoga, ein Set aus speziellen Übungen fürs Gesicht, die der Spannkraft der Haut förderlich sind, kann einen guten Beitrag leisten (einen Buchtipp dazu finden Sie in der Infobox). Wer aber nach einem kleinen Booster sucht, der sofortige Wirkung zeigt, der sollte sich eine ayurvedische Gesichtsmassage gönnen. Nach einer solchen Massage ist das Gesicht bis in den kleinsten Muskel entspannt und das wirkt sich auch in der Optik aus.

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Ein weiterer Tipp sind Rasayanas. Rasayanas sind generell Verjüngungsmittel. Sie haben jedoch einen unterschiedlichen Wirkungsbereich – es gibt Rasayanas, die sich auf das Gehirn auswirken, während andere die Verdauung fördern, den Haarwuchs unterstützen oder die Fruchtbarkeit fördern. Rasayanas für die Haut sind im Speziellen Khadira (Acacia katechu/Gerberakazie), Bakuci (Indischer Kinobaum/Psoralea corylifolia) und Haimavati (Deutsche Schwertlilie/Iris germanica). Wer sich für diese Rasayanas interessiert, sollte hinsichtlich der Bezugsquellen und Anwendungsempfehlungen einen Ayurvedatherapeuten um Rat fragen. Als allgemein den Alterungsprozess verlangsamendes Rasayana wird übrigens Knoblauch eingestuft. Wie man den Geruch wieder los wird, erklären wir vielleicht im nächsten Heft.

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