Gesund und glücklich alt werden: Auch im Ayurveda ist kein Kraut für die ewige Jugend gewachsen. Das alte indische Wissen unterstützt uns jedoch dabei, vital und vor allem zufrieden zu altern. Wir halten Diät, betreiben Sport und geben viel Geld für Anti-Aging aus – den erhofften Jungbrunnen haben wir jedoch nicht entdeckt. Hundertfünfzig Jahre alt möchten die Deutschen werden, bei den US-Amerikanern sind es zweihunderfünfzig, bei den Spaniern gar fünfhundert Jahre – unter einer Voraussetzung: dass sie gesund und glücklich alt würden. Zu diesem Ergebnis kam 2018 eine Studie des australischen Psychologen Matthew Hornsey.1 Vor etwa dreitausend Jahren war zumindest der Wunsch der Deutschen durchaus im Rahmen des Möglichen. Nach ayurvedischer Lehre umfasst die natürliche Lebensspanne eines Menschen nämlich hundert Jahre. „Unsere Physiologie ist auf hundert bis hundertzwanzig Jahre angelegt, das sagt auch die moderne Wissenschaft“, weiß Kerstin Rosenberg. Dass dies für die meisten ein schier unerreichbares Ziel bleibt, liegt an der Lebensweise: „Die störenden Umweltfaktoren, die uns heute früher altern lassen und unsere Lebensqualität beeinträchtigen, uns also nicht gesund älter werden lassen, haben mit unserem modernen Lebensstil zu tun“, erklärt die renommierte Autorin, Dozentin und Mit-Gründerin der Europäischen Akademie für Ayurveda mit angeschlossenem Kur- und Kompetenzzentrum in Birstein, Hessen. „Unnatürliche Ernährung, Umweltfaktoren, das viele Reisen, die Überreizung unserer Sinnesorgane – all das sind Faktoren, die uns frühzeitig altern lassen“, ergänzt sie. Eben diesem frühzeitigen Altern haben wir mit Diäten, Sport, Cremes und Co. den Kampf angesagt. Es ist ein Streben, das uns teuer zu stehen kommt: 324,6 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete die globale Anti-Aging-Industrie 2017, bis 2022 ist ein Wachstum auf etwa 429 Milliarden Dollar prognostiziert.  Die Investition in den Traum von der ewigen Jugend ist keine Erfindung der Neuzeit. Bereits der erste Kaiser von China und Alexander der Große suchten – vergeblich – nach dem Jungbrunnen. Auch im Ayurveda beschäftigt man sich seit jeher […]

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