Der Ayurveda ist nach indischer Überlieferung so alt wie die Schöpfung selbst. Ayus heißt auf Sanskrit Leben, und Veda heißt Wissen. Gemäß der Entstehungsgeschichte des Ayurveda ist dieser zu Beginn der Schöpfung als göttliches Geschenk an die Menschheit übergeben worden

Ayurveda, das Wissen um ein langes und gesundes Leben im Einklang mit den Naturgesetzen, hatte vor ca. 5000 Jahren in der vedischen Hochkultur Indiens seine Blütezeit. Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) bezeichnet den Ayurveda als die Mutter der Medizin und sogar als das älteste Naturheilsystern der Welt.

Das Geschenk der Unsterblichkeit
Nach der Entstehungslegende des Ayurveda wurde Brahma, der Weltenschöpfer, vom vedischen Seher Prajapati gebeten, die Menschheit über das Geheimnis eines langen und gesunden Lebens zu unterrichten und sie von Krankheit zu erlösen. Bei einer besonderen Versammlung in einem der schönsten und heilkräuterreichsten Gebiete des legendären Himalaja-Gebirges, weit ab von der Zivilisation, wurde den Sehern das Geschenk des Wissens um ein langes und gesundes Leben unter großen Feierlichkeiten von Indra, dem Anführer der Götter, übergeben. Aus diesem Wissen sind verschiedene Fachgebiete entwickelt worden.

Bereicherung für viele Völker der Welt
“Ein krankheitsfreier Zustand ist die höchste Quelle menschlicher Tugend sowie inneren und äußeren Wissens, die Quelle der Freiheit und der Erfüllung im Leben.” (Zitat aus Charaka Samhita Sutrasthana).

Das Wissen des Ayurveda zog seinen Wirkungskreis durch verschiedene Kulturen. Ayurveda bildet die Grundlage aller anderen uns bekannten medizinischen Entwicklungen. Er hat sich über die buddhistische Kultur bis nach China, Sri Lanka und in die Mongolei ausgebreitet. Der legendäre Kaiser Ashoka führte ein neues präventiv orintiertes Gesundheitssystem ein und ließ große Heilpflanzengärten in den Wäldern anzulegen.
Die arabische Materia Medica enthält eine Vielzahl indischer Heilpflanzen. Große Denker wie Avicenna von Bukhara erweckten das Interesse der europäischen Mediziner. Die ayurvedische Pflanzenheilkunde ist nicht eine “indische Heilkunde”, sondern beinhaltet eine hochentwickelte Systematik der Pflanzenheilkunde, die universell anwendbar ist. Bemerkenswert ist, dass Plinius, ein hervorragender römischer Philosoph, in seinem Werk Naturalis Historia viele indische Pflanzen beschrieben hat.

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Wichtige Grundsätze des Ayurveda sind in die griechisch-römische Kultur integriert worden. Sogar Hippokrates, der Vater der westlichen Medizin, hat sich durch die naturheilkundlichen Ansätze des Ayurveda inspirieren lassen. Bis in die Zeit der Eroberungen Alexanders des Großen genoss das ayurvedische Wissen große Anerkennung. Alexander hat seine Ärzte sogar von indischen Medizinern schulen lassen.

Heilpflanzen
Heilpflanzen haben ihr eigenes Schwingungsmuster, das wie eine Stimmgabel funktioniert. Unsere Zellen sind mit feinen Rezeptoren ausgestattet, die das gesunde Erinnerungsvermögen an Harmonie und Gesundheit mittels der Heilpflanzen wiederherstellen können. Intuitiv weiß unser Körper seine entsprechenden Rezeptoren auf eine sehr präzise Art und Weise zu aktivieren, um die Botschaft einer Pflanze zu entziffern. Durch eine verfeinerte Sinneswahrnehmung wird die innewohnende Sprache der Pflanzen erkennbar. Die Pflanzen sind zur Heilung des Menschen gedacht. In ihnen ist das gesamte Wissen der Naturgesetze enthalten.

Sadhana für das Kennenlernen von einheimischen Heilkräutern
Lernen Sie die Flora und Fauna Ihrer Region nicht nur beim Namen kennen. Lassen Sie alle Sinne wirken. Das Betrachten, Fühlen, Schmecken, Riechen und Hören vermittelt Ihnen wichtige Informationen über die Botschaft der Pflanzen. Befassen Sie sich mit der ayurvedischen Einteilung der Pflanzenenergetik in Bezug auf die Pflanzen, die Sie täglich essen. Essen Sie sich gesund!

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