Manchmal machen wir anstrengende Zeiten durch. Und genau in solchen Momenten tun wir gut daran, nach innen zu gehen, um dort Schutz zu finden. Wenn es dir gelingt, in dir selbst zur Ruhe zu kommen, dann werden dich die Unwetter und Wellen im Außen nicht mehr aus deiner Mitte bringen – beziehungsweise sie werden dir helfen, schneller wieder zu dir zurückzufinden. In diesem Artikel geht es darum, mehr inneren Frieden zu finden.

Inneren Frieden finden: innerlich ruhig werden 

Innere Ruhe fällt einem nicht in den Schoß. Auch wenn es so aussieht, als würden Meditierende einfach nur dasitzen und nichts tun, so ist es doch eine große Kunst, nicht auf die Geschichten einzusteigen, die uns unser Geist zu gerne erzählt. Er liebt es, uns zu verunsichern, zu ängstigen oder uns mit Gefühlen der Resignation, der Ohnmacht oder der Angst zu konfrontieren. Haben wir nicht gelernt zu erkennen, dass wir uns von allen Körperempfindungen, Gefühlen und Gedanken distanzieren können, wird es schwierig, durch stürmische Zeiten zu gehen. Sind wir uns jedoch bewusst, dass wir jeden Moment neu entscheiden können, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, haben wir die Wahlmöglichkeit, unser Leben in eine positive Richtung zu lenken – und inneren Frieden zu finden.

Inneren Frieden finden – so geht’s:

Tipp Nr. 1: Entscheide dich für dich selbst!

Frage dich bei allem, was du tust: Entscheide ich mich für mich oder gegen mich! Das erfordert ein großes Maß an Ehrlichkeit. Es braucht auch Mut, die Erkenntnisse, die du dann gewinnst, in die Tat umzusetzen. Dabei ist es egal, ob es sich um die Wahl einer Wanderroute handelt, eine gesundheitliche Entscheidung oder gar die Berufswahl. Überprüfe immer, ob es dein eigener Wunsch ist, zu tun, was du tust. Viele Menschen stellen sich hinten an, um die Ehe nicht zu gefährden, um den Arbeitsplatz nicht zu verlieren oder um den „guten“ Ruf nicht aufs Spiel zu setzen. Aber wenn du Dinge nur tust, um im Außen nicht auf Widerstand oder Ablehnung zu stoßen, entscheidest du dich automatisch gegen dich. Deshalb frage dich gleich heute wieder: Tue ich das, was ich tue, aus eigenem Antrieb heraus? Entspricht die Entscheidung meiner Seele?

Meditation: Ich entscheide mich für mich (08:28)

 

Tipp Nr. 2: Halte immer wieder Inne

Um in Kontakt zu kommen mit dem eigenen Herzen oder der eigenen Seele, ist es wichtig, immer wieder innezuhalten. Nur dann, wenn wir still werden, hören wir die eigene Stimme. Nur in solchen Momenten, in denen wir uns frei machen von Klickzahlen und Likes, kommen wir mit uns selbst in Verbindung. Dann nehmen wir wahr, was der wahre Sinn unseres Daseins ist. Und der besteht eher darin, uns innerlich selbst zu verwirklichen, anstatt äußerlich immer mehr Anerkennung zu erlangen.

Die folgende Meditation ist hier eine hilfreiche Unterstützung. Baue sie nach Möglichkeit in deinen Alltag ein. Praktiziere sie nach Möglichkeit immer zur selben Zeit. Dann wird es dir leichter fallen, sie in deinen Alltag zu integrieren. So wie das Zähneputzen oder das Duschen. Dadurch wirst du die Verbindung zu deinem Herzen aufrechterhalten und sofort spüren, was wirklich wichtig ist für dich und was DEIN innerstes Bedürfnis ist.

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Meditation: Innehalten

Suche dir einen Ort, an dem du 10 oder 20 Minuten ungestört bist. Ein Ort, an dem Du dich wohlfühlst. Ein Platz, an dem du ganz du selbst sein kannst. Richte dir diesen Ort nach Möglichkeit auch so ein, dass du dort einen kleinen Altar installieren kannst. Eine Art Kraftort, an der du dich mit guter Energie auflädst. Wenn du diesen Ort hast, dann komm dort in eine bequeme Sitzhaltung. Lass dich nieder auf einem Stuhl oder einem Bänkchen. Nimm wahr, wie du dort sitzt. Nimm deine Wirbelsäule wahr, die dich aufrichtet. Schenke dir über diese Aufrichtung noch einmal selbst ein Gefühl von Würde. Lass dir hierfür genug Zeit. Geh dann mit einer Aufmerksamkeit zu deiner Atmung in deinem Körper, wo du ihn am bewusstesten wahrnimmst. Vielleicht ist es an der Nasenspitze. Vielleicht im Brustraum. Möglicherweise aber auch dort, wo sich die Bauchdecke hebt und senkt. Nimm den Atem wahr und lass ihn tiefer und bewusster werden. Versuch mit deiner ganzen Präsenz dortzubleiben. Liebevoll und achtsam. Offen und wertfrei. Versuche, ganz im Moment zu verweilen, während du ein- und ausatmest. Halte währenddessen den Kontakt zu deinem Gesäß. Erde dich über das Gesäß immer wieder. Öffne dich gleichzeitig dafür, dass sich dein Bauch vollkommen entspannen kann. Unser Bauch ist unser zweites Gehirn. Wenn dieser Bereich entspannt ist, dann kann die Energie frei durch unseren Körper fließen. Bleib bei dir. Und verweile in diesem Innehalten ganz in Ruhe. Und frage dich immer wieder: Wie geht es mir jetzt gerade? Was brauche ICH jetzt gerade? Möglicherweise mag es dir egoistisch vorkommen, so gezielt auf dich selbst zu achten. Aber nur dann, wenn du in deiner Mitte bist, kannst du authentisch mit der Welt in Kontakt treten. Diese einfache Übung, regelmäßig ausgeführt, wird dich mit dir selbst in Kontakt bringen oder es dir ermöglichen, den Kontakt aufrechtzuerhalten.

Meditation: Halte immer wieder inne (09:18)

 

Tipp Nr. 3: Was wünscht sich mein Herz?

Bereits als Kinder verlieren wir die natürliche Anbindung zu unserem Herzen. Wir wollen von unseren Eltern oder Erziehungsberechtigten geliebt werden und tun alles, um diese Liebe zu erfahren. Dabei sind wir aber hier, um mit uns selbst und aus uns selbst herauszuleben. Diese Übung ist noch einmal ein anderer Ansatz als der Tipp Nr. 1. Diese Übung geht noch tiefer und braucht möglicherweise etwas mehr Erfahrung. Es kann gut sein, dass du die ersten Male keine Antworten erhältst. Aber bleib dran und frage es immer wieder liebevoll.

Frage dein Herz:

  • Was wünscht du dir von mir?
  • Was brauchst du, damit es uns beiden gut geht zusammen?
  • Was brauchst du, damit du dich mir selbst gegenüber vollkommen öffnen kannst?
  • Was brauchst du, mein Herz, damit du lieben und leben kannst?

Du kannst dir eine dieser Fragen aussuchen und ausprobieren, welche Frage dich am meisten anspricht.   

Die Antworten können sehr einfach sein. Schreibe sie auf und nimm sie ernst.

Meditation: Was wünscht sich mein Herz? (03:36)

 

Tipp Nr. 4: Bitte deine geistigen Helfer um Unterstützung

In solch stürmischen Zeiten habe ich manchmal das Gefühl, dass das Gute gegen das Böse kämpft. Wir sind sehr gefordert. Besonders in diesen Zeiten tut es gut, sich Unterstützung aus der geistigen Welt zu holen.

Anleitung:

Suche dir wieder einen Ort, an dem du dich wohlfühlst und für eine Zeit lang allein sein kannst. Wenn es dir möglich ist, dann reinige ihn mit Salbei oder anderen Kräutern, um dein Umfeld zu klären und von störenden Energien und negativen Kräften zu befreien.

Reinige danach auch deine Chakren. Stell dir vor, dass du eins nach dem anderen mit der reinigenden Energie des Salbeis reinigst und öffnest. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Chakrenenergie gut fließt, dann öffne dich für die Unterstützung der geistigen bzw. unterstützenden Energien. Würdige ihre Präsenz auch dann, wenn du nicht genau sagen kannst, wer sie sind. Wünsche ihnen, dass die gute Intention ihrer Hilfe um ein Vielfaches zu ihnen zurückfließt. Und sage ihnen weiter, dass du mit deinen Taten und ihrer Unterstützung immer die besten Intentionen hegst und für das Wohlwollen für alle Wesen wünscht. Bedanke dich abschließend bei ihnen dafür, dass sie dich jetzt unterstützen.

Meditation: Geistige Helfer um Unterstützung bitten (03:35)

 

Inneren Frieden finden

Diese vier Tipps können dich maßgeblich darin unterstützen, in schwierigen Zeiten so gut wie möglich bei dir zu bleiben – oder zumindest immer wieder in deine eigene Mitte zurückzufinden. Je häufiger du diese Meditationen machst, desto leichter wird es dir fallen, bei dir zu bleiben.

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