In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Sieben Folgen dieser Reihe zeigten die spirituellen Übungsformen der Weltreligionen. Zuerst wurden die lange vergessenen Übungsformen der christlichen Mystik vorgestellt, die Exerzitien, das innere Beten oder das Herzensgebet. Es folgte die Übung der meditativen Versenkung in die Torah der jüdischen Kabbalah. Die Folge zum Islam zeigte die Grundprinzipien des Drehtanzes und des Dhikr der Sufis. Als spirituelle Wege des hinduistischen Kulturkreises waren nicht nur Yoga, sondern auch die Wege des Vedanta zu nennen. Der Buddhismus zeigte sich als die Religion, in der die meisten heute bekannten Formen der Meditation entwickelt wurden. Den Abschluss bildeten die aus der daoistischen Mystik hervorgegangenen Kampfkünste, die die Meditation des Kampfes, das Kämpfen ohne zu kämpfen, lehren. In dieser nun letzten Folge der Reihe gilt es nun die Zusammenschau zu wagen. Wo liegen die Unterschiede der spirituellen Übungswege? Wo kommen sie überein? Gibt es vielleicht doch den einen, besten Übungsweg? Die Vielfalt der Übungswege Wir kennen aus dem Yoga, wie Üben mit dem Körper aussehen kann. Auch der Drehtanz der Sufis oder die chinesischen Kampfkünste üben mit dem Körper. Während die einen so auf je unterschiedliche Weise mit dem Körper üben, tun dies andere mit dem Geist und sprechen von Beten, von Meditation oder auch von Rezitation. Die Yogameditation benützt dabei oft Mantras wie AUM, das heißt Wortklänge ohne lexikalische Bedeutung. Auch das Christentum und der Islam kennen kurze, stetig zu wiederholende Gebets- oder Meditationsformeln. Im Unterschied zu den Yogamantras haben die christlichen oder muslimischen Gebetsformeln jedoch immer eine konkrete, meist sogar religiöse Bedeutung. Das christliche Herzensgebet wiederholt „Kyrie eleison – Christe eleison“ („Herr erlöse uns“ – „Christus erlöse uns“), der Dhikr des Islam übt mit dem Gottesnamen „A llaha – A llaha – A llaha“. Im tibetischen Buddhismus findet man dann Wortklänge mit Gebetsformeln verbunden. Das „om mani padme hum“ („om – Juwel im […]

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