In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Das Motiv des Lebensbaums tritt in der indischen Mythologie ebenso in Erscheinung wie in der Edda, und in der Bibel ebenso wie in der Kabbalah. Was es mit diesem alten kulturübergreifenden Symbol auf sich hat. Die Ewige Philosophie verwendet oftmals Ursymbole, um kosmologische Wahrheiten auszudrücken. Ein solches Ursymbol ist der Weltenbaum – der universale Lebensbaum. Es handelt sich dabei um ein universales, kulturübergreifendes, allen Völkern der Erde gemeinsames Heils- und Friedenssymbol, in dem die grundlegende Struktur des Universums und des Menschen ausgedrückt wird. Denn der Weltenbaum ist der senkrechte Stützpfeiler und Kraftkanal des Makrokosmos, der zentrale Energiefluss, der beim Menschen der Wirbelsäule und somit dem Aufsteigen der Kundalini-Kraft entspricht. So ist auch jeder einzelne Mensch ein Weltenbaum im Kleinen. Der Universale Lebensbaum – tief verwurzelt im Erdreich, zugleich aber mit weit ausladender Gestalt hoch aufragend in den Himmelsäther, hält er Himmel und Erde zusammen: ein machtvolles Symbol für die kosmische Einheit und Ganzheit. In diesem Sinne kann er auch als die zentrale Weltachse aufgefasst werden, da er alle Ebenen des Universums umfasst und als All-Baum den Gesamtzusammenhang aller Lebensphänomene im Rahmen einer großen irdisch-göttlichen Harmonie urbildhaft in sich einschließt. Zweifellos ist er ein Symbol, das aus den Urtagen der Menschheit stammt. Die Urgeschichtsforscherin Britta von Verhagen hält es für „wahrscheinlich“, dass „die Altsteinzeitjäger schon den Weltbaum-Weltstützer-Kult kannten“, und sie schreibt weiter: „Der Weltstützer dürfte wohl das erste und älteste Gottesbild der Menschheit überhaupt sein, es ist zugleich das tiefsinnigste.“1 Die Weltenesche Yggdrasil In der germanischen Mythologie begegnet uns das Weltstützer-Motiv in Gestalt der Weltenesche Yggdrasil. In dunkler, geheimnisvoller Sprache heißt es in der Edda, jener aus Island stammenden Sammlung germanischer Götterdichtung: Eine Esche weiß ich, sie heißt Yggdrasil Die hohe, benetzt mit hellem Nass: Von dort kommt der Tau, der in Täler fällt; Immergrün steht sie am Urdbrunnen.2 Ein ganzes […]

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