Erleuchtung quasi nebenbei? Hier lernst du yogische Techniken kennen, mit denen du erstaunlich leicht einpünktige Konzentration erreichen und die Schleier der getrübten Wahrnehmung hinter dir lassen kannst. Es mag vermessen klingen, aber ja: Lange suchte ich nach etwas, das mir auch jenseits der Yogapraxis, inmitten des Alltags, ähnlich kraftvolle Werkzeuge zur Transformation, zur Freude und zur Rückverbindung mit der Quelle allen Seins an die Hand gibt. Bis sich dann, fünfundzwanzig Jahre später, der Kreis schloss. Meinem Wunsch wurde stattgegeben. Während einer außerkörperlichen Erfahrung auf Bali fügten sich plötzlich alle Bausteine zusammen – Advaita Yoga stand in aller Klarheit vor mir. Leichtigkeit – gegründet im Hatha-Yoga – mit Neuem unter den Schwingen. Zum Anfang: Als ich im Jahr 1996 meine Abschlussarbeit zum Yogalehrer von der Prüfungskommission des BDY zurückbekam, war eine bestimmte Stelle mit einem lobenden Kommentar versehen, der mich sehr freute. Es ging dabei um von mir erfahrene Wirkungen einer bestimmten Zungenposition zwischen den klassischen Mudras Khechari und Manduki. Ich sprach darin von der Eröffnung eines energetischen Tores zu Ajna–Chakra, dessen physische Entsprechung die Zirbeldrüse ist. Genau diese Zungenposition wurde dann im Advaita Yoga ein wichtiger Schlüssel. Advaita (Sanskrit: a-dvaita, Adjektiv und Nomen) bedeutet „Nicht-Zweiheit“, „Einheit“. Advaita Yoga beruht auf der Übungsmethodik des klassischen Hatha-Yoga. Er lehnt sich an die Lehre des All-Eins-Seins an, an den Advaita-Vedanta, und greift dessen zentrale Aussage auf. Demnach sind wir als Mensch – Atman – in unserem Wesenskern identisch mit der Schöpferquelle allen Seins – Brahman. Warum wird Einheit hier als A-dvaita, „Nicht-Zweiheit“ benannt, wenn aus der Affirmationspraxis deutlich hervorgeht, dass es im Universum keine Verneinungen gibt, bzw. das Universum diese gewissermaßen gar nicht versteht? Nun – wir, als inkarnierte Persona, verstehen Zweiheit hingegen nur zu gut. Im Sanskrit wird neben der reinen Bedeutungsebene durch den Wortklang ein weiteres Resonanzfeld angesprochen, welches mit dem Urwissen im Menschheitsgedächtnis verbunden ist. Sanskrit ist […]

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