Über die heilsame Wirkung ästhetischer Formen auf unsere Seele, über die Chakras als lebendige Statik der Körperarchitektur und Prana als gestaltbildende Kraft, anschaulich erklärt am Beispiel von Vrkshasana. Für unsere Lebensentfaltung, und ganz besonders für unsere Sinneserfahrung, ist Architektur von großer Bedeutung, denn schöne Formen schenken Freude und Glück, hässliche aber trennen und lassen uns verrohen. Viele Menschen empfinden die heutige Architektur als hart und abweisend. Sie haben jedoch keine andere Wahl, als sie zu nutzen, und müssen ihre deprimierende Wirkung hinnehmen. Yoga und Architektur bringt man normalerweise nicht miteinander in Verbindung – betrachten wir aber beide Tätigkeiten als Idee der schönen Aufrichtung, dann wird man den Zusammenhang erahnen. Wir formen mit Gedanken, Gefühlen und dem Willen unseren Körper auf ähnliche Weise wie ein aus Stein gebautes Haus. In beiden Formen kann Schönheit erscheinen, wenn sie einem inneren Gesetz folgt. Diesen Gedanken möchte ich näher erläutern. Innere Architektur benötigt ein ästhetisches Herz, äußere Architektur eine ästhetische Mitte. Ästhetisches Bewusstsein und freiheitlich-schöne Aufrichtung Damit wir das Schöne erleben können, brauchen wir eine ästhetische Wahrnehmung. Es geht, wie schon Friedrich Schiller geschrieben […]

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