In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Über die heilsame Wirkung ästhetischer Formen auf unsere Seele, über die Chakras als lebendige Statik der Körperarchitektur und Prana als gestaltbildende Kraft, anschaulich erklärt am Beispiel von Vrkshasana. Für unsere Lebensentfaltung, und ganz besonders für unsere Sinneserfahrung, ist Architektur von großer Bedeutung, denn schöne Formen schenken Freude und Glück, hässliche aber trennen und lassen uns verrohen. Viele Menschen empfinden die heutige Architektur als hart und abweisend. Sie haben jedoch keine andere Wahl, als sie zu nutzen, und müssen ihre deprimierende Wirkung hinnehmen. Yoga und Architektur bringt man normalerweise nicht miteinander in Verbindung – betrachten wir aber beide Tätigkeiten als Idee der schönen Aufrichtung, dann wird man den Zusammenhang erahnen. Wir formen mit Gedanken, Gefühlen und dem Willen unseren Körper auf ähnliche Weise wie ein aus Stein gebautes Haus. In beiden Formen kann Schönheit erscheinen, wenn sie einem inneren Gesetz folgt. Diesen Gedanken möchte ich näher erläutern. Innere Architektur benötigt ein ästhetisches Herz, äußere Architektur eine ästhetische Mitte. Ästhetisches Bewusstsein und freiheitlich-schöne Aufrichtung Damit wir das Schöne erleben können, brauchen wir eine ästhetische Wahrnehmung. Es geht, wie schon Friedrich Schiller geschrieben hat, um ein freies Bewusstsein, das weder vom Intellekt und seiner Moral noch von der Sinnlichkeit und ihrem Begehren bedrängt wird. Diesen freien Zustand bezeichnet er als ästhetische Stimmung. Das Bedrängende hebt sich gegenseitig auf, der Gedanke und die Empfindung können in einer reinen Form tätig werden. Mit dem Yoga schulen wir dieses ästhetische Bewusstsein. Wir bilden die Vorstellung eines Asana und nehmen die dazugehörige Empfindung wahr. Es ist ein Spiel zwischen Ruhe und Bewegung, Spannung und Entspannung, Loslassen und Neubeginn. So kreieren wir unsere neue Mitte. Mit den Chakras besitzen wir eine lebendige Statik, die unseren Körper nicht nur gliedert und erhält, sondern zusätzlich eine schöne Körperarchitektur anstrebt. Die Kräfte, die hier wirksam sind, werden Ätherkräfte oder Prana genannt. […]

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Walter Buckel
Walter Buckel ist Architekt, Yogalehrer, Künstler und Mitbegründer einer Tanzschule. Er ist Autor des kürzlich erschienenen Buches Schönheit – Idee einer neuen Baukultur. Seit über 30 Jahren beschäftigt er sich mit der Erforschung des Bewusstseins. Sein Anliegen ist die ästhetische Wahrnehmung. Er möchte Mut machen, mit dem Herzen das Schöne in und außerhalb von uns zu entwickeln und als unverzichtbaren Teil des zwischenmenschlichen und gebauten Lebensraumes zu sehen.