Iris Disse begleitete ihre Mutter beim Übergang in den Tod – in einer Zeit, in der Sterbenden oft Isolation droht. Alles fing damit an, dass meine Mutter im August nachts meinem Vater, der sie ins Bad begleitete, entglitt und stürzte. Man brachte sie ins Krankenhaus. Sie war achtundachtzig Jahre alt und zu diesem Zeitpunkt mal mehr, mal weniger dement. Mein Vater, zweiundneunzig Jahre alt und gesund, lebte mit ihr und einer polnischen Pflegekraft zu Hause. Mit der Krankheit meiner Mutter kam in Gesprächen der Begriff der Würde auf. Vater sagte Mutter nie: „Du bist krank, ich habe dir jetzt schon was weiß ich wie oft geantwortet“, wenn sie dieselbe Frage immer wieder stellte. „Das ist doch gegen ihre Würde“, sagte er auf meine Frage, wie er das aushalte. „Ich liebe sie doch.“ Isolation Und jetzt – plötzlich war Mutter unerreichbar. Niemand durfte sie sehen. „Covid-Gesetze“, hieß es knapp, nur alle drei Tage dürfe man zu Besuch kommen. Vater verzweifelt, Mutter am Telefon in Tränen. Am zweiten Tag hieß es: „Ihre Mutter könnte nach Hause, sie hat nur Prellungen, keine inneren […]

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