Integrieren statt ausklammern: Plädoyer für eine lustvolle Sexualität Wir befinden uns in einer umwälzenden Zeit. Der derzeitige Paradigmenwechsel fordert die Menschen auf, sich in allen gesellschaftlichen Bereichen von der Wirtschaft bis zur Medizin, von der Psychologie bis zur Justiz, von der Politik bis zur Kunst, sowie in der Spiritualität von alten Konzepten, festgefahrenen Wertvorstellungen und strukturellen Glaubenssätzen zu befreien. Es ist an der Zeit, sich für ein integrales Bewusstsein zu öffnen. Gemeint ist ein non-duales Bewusstsein, das frei ist von trennenden und verurteilenden Bewertungen und das alle Bereiche des Lebens umfasst. Anzeichen eines solch neuen Bewusstseins konnten in den letzten Jahren bereits erkennbar werden, weil in verschiedenen Gebieten erste rigide Strukturen und hierarchische Denkmuster aufgebrochen worden sind. So fühlen sich zum Beispiel im Bereich der Medizin immer mehr Menschen zu ganzheitlich ausgerichteten Gesundheitssystemen hingezogen. Auch im Bereich der Spiritualität gibt es offensichtliche Veränderungen. Viele Gläubige wenden sich von dem strafenden Gott der katholischen Kirche ab und östlichen Glaubenssystemen zu. Hier erfahren sie, dass es anderes und mehr gibt, als nur die gelehrte, gepredigte und unverleibte Instanz, als eine von außen vorgegebene Gottheit, die ihnen sagt, was sie zu fühlen haben, um als gute Christen oder als teuflische Brut betrachtet zu werden. Befreiung von einem spirituellen Leistungsdenken Auf den ersten Blick sind viele dieser östlichen Glaubenssysteme toleranter als die katholische Kirche. Gleichzeitig basieren aber auch sie auf einem dualen Bewusstsein und gründen auch auf einem stark leistungsorientierten Verhaltenskodex mit einer Vielzahl von Ge- und Verboten, was ein Mensch zu tun und zu lassen hat, um Erleuchtung zu erlangen oder um ein gutes Karma zu erzielen. Tatsächlich aber geht es um die Loslösung vom spirituellen Leistungsdenken. Es geht um eine Spiritualität, die nicht fordert, sondern ist. Das bedeutet für viele spirituelle Traditionen eine vollkommen neue Auseinandersetzung mit ihre Dogmen und Ideologien, mit […]

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Doris Iding
Doris Iding ist Ethnologin, Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin mit Schwerpunkt Integration östlicher Heilverfahren in den Westen und bewusstseinsverändernde Techniken. Ihr besonderes Interesse gilt der Vermittlung eines neuen Bewusstseins, bei dem der Mensch nicht mehr dogmatisch an alten Traditionen und Lehren festhält, sondern sich dafür öffnet, dass alles miteinander verbunden ist. In ihren Artikeln und Seminaren vermittelt sie auf leichte und spielerische Weise, wie wir entspannt, achtsam und wohlwollend zu uns selbst finden können. Vierzehn ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.