Wer möchte nicht gerne seine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – kurz sein Schicksal kennen? Wer sich nach Indien aufmacht und eine der dortigen Palmblattbibliotheken aufsucht, erhält höchstwahrscheinlich Auskunft über sein ganz persönliches Schicksal, d. h. über seine vergangenen Inkarnationen, sein bisheriges Leben und seine Zukunft. Selbst das Todesdatum ist in vielen Fällen auf den mysteriösen Palmblättern festgehalten, eine Tatsache, die viele Europäer, erschreckt. Gestützt sind die faszinierenden Aussagen der Palmblätter auf das Wissen der Akasha-Chronik – das »Weltgedächtnis«, in dem alles verzeichnet ist, was jemals auf der Erde stattgefunden hat und noch stattfinden wird Der heilige Bhrigu – einer der sieben heiligen Rishis des alten Indien – gilt als Begründer der Palmblattbibliotheken. Er lebte vor rund 5000 Jahren und konnte in der Akasha-Chronik lesen. Durch seine besonderen Fähigkeiten verschaffte er sich Einblick in das Leben vieler tausend Menschen – man spricht von über 80 000 – und hielt sein außergewöhnliches Wissen in Versform auf getrockneten Palmblättern fest. Diese bis zu 6 cm breiten, ca. 50 cm langen getrockneten und gebündelten Blätter bilden das Inventar der heutigen Palmblattbibliotheken. Es heißt, es existieren insgesamt zwölf dieser Schicksalsbibliotheken in ganz Indien. Die bekanntesten befinden sich in Bangalore, Vaithisvarankoil, Madras und Hoshiarpur. Verwaltet werden die Bibliotheken von Priestern oder Nadi-Lesern. Im allgemeinen befinden sich die Palmblätter seit vielen Generationen in derselben Familie. Der Vater, das Familienoberhaupt, unterrichtet einen seiner Söhne in der Kunst, die Palmblätter zu lesen und zu interpretieren. Dies ist nicht einfach, da die Botschaften in Alt-Tamil in die Blätter geritzt sind – einer Sprache, die heute nicht mehr gesprochen wird. Es erfordert daher ein großes Geschick seitens des Palmblattlesers, die Zeichen korrekt zu entziffern, und noch mehr Geschick, sie auch sinnvoll zu interpretieren.Beginn einer ReiseVon den indischen  Palmblattbibliotheken habe ich vor knapp vier Jahren erstmals erfahren. Ich war damals Redakteurin eines […]

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