Liebe/r YOGA AKTUELL Leserin und Leser,

dies ist ein spontaner Brief an dich, nachdem ich heute wieder eine lange und persönliche Mail erhalten habe. Die Leserin bedankte sich für meinen Mut, dass ich mich in dem Artikel „Eine Vision über eine Zukunft in Freiheit“ und auch in anderen Artikeln immer wieder traue, meine Gedanken offen und ehrlich zu äußern.

Ich bekomme seit vielen Jahren solche Mails. Menschen bedanken sich dafür, dass ich über meine Ängste, meine Fehlbarkeit, meine Unachtsamkeit, meine Gier, meine Wut und all die anderen menschlichen Züge schreibe. Sie fühlen durch meine Texte nicht allein, sondern gesehen in ihrer eigenen Menschlichkeit. All die wertschätzenden und liebevollen Zeilen haben mich immer sehr berührt und ich war immer dankbar, dass ich dadurch Menschen vorleben konnte, wie wichtig es ist, dass wir zu uns und all unseren Licht- und Schattenseiten stehen. Natürlich haben sie mich auch inspiriert, in dem Sinne weiterzuschreiben, wie ich es gerne tue: aus meinem Herzen.

Gerade in der heutigen Zeit, in der es so schnell Kritik hagelt, wenn man nicht regierungskonform denkt oder schreibt, oder die Gefährlichkeit des Virus selbst infrage gestellt wird, tut ein solcher Zuspruch besonders gut. Ich war in den letzten Wochen hin- und hergerissen, was die sozialen Medien betrifft. Ich habe mich auf Facebook immer wieder kritisch geäußert und mich durch verbale Kommentare so „angeschossen“ gefühlt, dass ich einige davon vollständig gelöscht und dann sogar mein Konto zwischendurch deaktiviert habe, weil ich diese destruktive Energie nicht möchte.

Umso mehr freut es mich, wenn in persönlichen Mails dann liebevolles Feedback kommt und Menschen meine Arbeit würdigen und wertschätzen. Aber damit wertschätzen sie in meinen Augen auch die Arbeit von YOGA AKTUELL und dem ganzen Redaktionsteam, mit dem ich seit vielen Jahren sehr gerne zusammenarbeite. Denn ohne dieses Team würden die Artikel nicht erscheinen! Ich bin sehr dankbar und froh, ein so schönes Team zu haben und auch dafür, dass sie alle den Mut haben, meine und andere Texte zu veröffentlichen, in denen versucht wird, ein tieferes Verständnis von Yoga und Spiritualität zu vermitteln.

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Hinter dem, was du auf Facebook, Instagram oder der YOGA AKTUELL Website und dem Magazin liest und siehst, stehen Menschen, die genauso wie ich mit viel Herzblut versuchen, dich zu inspirieren und dir den Kern des Yoga näher zu bringen. Aber auch hier bin ich manchmal erschüttert, welche negativen Kommentare von Yogis geschrieben werden, indem diese Arbeit kritisiert wird. Übrigens: nichts gegen Kritik. Aber es sollte nach Möglichkeit konstruktive Kritik sein.

Seit vielen Jahren versuchen wir – und darum wechsle ich jetzt vom „Ich“ ins „Wir“ – unsere Leser zu inspirieren und ihnen Mut zu machen, Yoga vollkommen zu erfahren und zu leben. Yoga als eine Haltung zu erleben, einen Lebensweg zu erfahren, der uns wegführen soll von Unwahrheiten und Manipulationen, weg von Abhängigkeiten und Missbrauch. Und mit allen Artikeln – nicht nur meinen – sondern auch den vielen wertvollen, schönen, inspirierenden und tief greifenden Beiträgen anderer Autoren möchten wir dich und andere Leser dazu inspirieren, dass auch du mutiger wirst, dir selbst mehr mit deinen Licht- und Schattenseiten zu begegnen und mehr an dich selbst zu glauben, als an irgendeine äußere Instanz. Denn nur so finden wir zur Quelle des Yoga, die auch unsere eigene Quelle ist.

Und je mutiger wir alle sind, desto eher werden wir uns treffen jenseits der Krise, jenseits der Masken, jenseits der Angst – an einem Ort, an dem es kein DU und kein ICH gibt.

Namaste,
Doris Iding

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