In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Glück ist eine Fähigkeit, die wir erlernen können. Es braucht nicht viel: Eine Prise Aufmerksamkeit und eine Handvoll Hilfsbereitschaft können dich glücklich machen. Wir können konstantes Glück erfahren – dieser Meinung ist der gebürtige Vietnamese Dr. Ha Vinh Tho. Er weiß, wovon er spricht. Viele Jahre übte er ein einmaliges Amt aus: Er leitete das Gross National Happiness Center in Thimphu, der Hauptstadt Bhutans. Bhutan hat Glück als einziges Land der Welt in seiner Verfassung als Grundrecht der Menschen deklariert. Eine solche Entscheidung ist auf die Weisheit eines jungen Königs zurückzuführen. Seine Majestät Jigme Singye Wangchuck, der vierte König von Bhutan, verkündete das „Bruttonationalglück“ (BNG), weil er erkannte, dass der größte Wunsch aller Menschen zu allen Zeiten und an allen Orten darin besteht, glücklich zu sein. Bereits im Jahr 1729 stand im Rechtscodex, der als Kurzform einer Verfassung des mittelalterlichen Bhutan angesehen wird, bereits folgende Aussage: „Wenn es der Regierung nicht gelingt, Glück für ihr Volk zu schaffen, dann gibt es keinen Grund für die Existenz der Regierung.“ Während ich diese Zeilen schreibe, denke ich an unsere Regierung, bei der es immer nur um ein wachsendes Bruttosozialprodukt geht. Ich stelle mir vor, wie wunderbar es wäre, wenn auch in unserer Verfassung das Bruttonationalglück einen Platz finden würde. Aber das ist eine andere Geschichte. Zurück zu Dr. Ha Vinh Tho. In seinen Augen ist es gar nicht so schwierig, dass jeder Mensch dieses Glück erfahren kann. Wir brauchen „nur“ eine Aufmerksamkeitsumlenkung vorzunehmen, Unterscheidungsvermögen zu entwickeln und unsere Beziehung zu uns selbst und zu anderen Menschen zu stärken. Die Fähigkeit des Unterscheidens entwickeln Unterscheidungsvermögen brauchen wir deshalb, um den Unterschied zwischen äußerem und innerem Glück erkennen zu können. In Bezug auf Glück gibt es zwei sehr unterschiedliche Erlebnisqualitäten. Beide werden normalerweise mit dem Begriff „Glück“ in Verbindung gebracht: hēdonḗ und eudaimonía. Unter […]

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Doris Iding
Doris Iding ist Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin. „Selbstbewusstsein statt Selbstoptimierung“ spielen für sie die zentrale Rolle. Sie vermittelt, wie wir spielerisch und mit einem Augenzwinkern zu uns selbst finden können, ohne uns dabei in Oberflächlichkeiten zu verlieren. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.
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