Wie der Geist die Welt erschafft: Eine yogische Sicht auf unsere Wahrnehmung – und auf die Natur von Verschwörungstheorien in einem größeren Zusammenhang. In Krisenzeiten erwächst aus dem Drang, die Ursachen für die gegenwärtige Situation herauszufinden, eine beinahe süffisante Freude an der Vermutung, es müsse irgendeine Art von Verschwörung hinter all dem stehen. Und tatsächlich halte ich das für ziemlich zutreffend. Hinter den Kulissen sind auf vielen Ebenen versteckte Absichten, Begehrlichkeiten und Interessen am Werke, die an der Oberfläche nicht sichtbar sind. Unsere tieferen Gedanken, Motivationen, Ängste, Hoffnungen und Ambitionen bleiben größtenteils im Verborgenen. Aus yogischer Perspektive ist die Welt eine Manifestation unserer Überzeugungen, Vorstellungen, Meinungen, Werte und Entscheidungen, die ihren Ursprung im Geist nehmen. Und zwar handelt es sich hier um den kollektiven Aspekt des Geistes, der die Realität erzeugt und aufrechterhält. Dieser kollektive Geist jedoch setzt sich natürlich aus einer Vielzahl individueller Geisteinheiten zusammen, und hier können wir mit unserer Untersuchung ansetzen. Jeder kann das tun – bei sich selbst. Der erste Punkt einer solchen Betrachtung könnte folgender sein: Vielleicht ist es von größter Bedeutung, herauszufinden, mit welchen Annahmen […]

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