Ein Textauszug aus Rabindranath Tagores Werk „Sadhana“ regt dazu an, sich bewusst mit innerer Abgrenzung auseinanderzusetzen – und Schutzwälle um das eigene Herz behutsam aufzulösen. Die altindischen Schriften werden in zwei Textgruppen unterteilt: Shruti (vedische Offenbarungstexte, das „Gehörte“) und Smrti (Leitfäden, Epen und andere Überlieferungen, das „Erinnerte“). Zu den Texten der Shruti zählen u.a. die Veden und die ihnen angeschlossenen Upanishaden. Zur Smrti zählen u.a. die Bhagavadgita (als Teil des Maha­bharata) und das Yogasutra des Patanjali. Sri Chinmoy hat einmal gesagt, dass die Texte der Shruti nur mit dem Herzen gehört werden können. Wie treffend diese Aussage ist, konnte ich selbst einmal an einer Teilnehmerin erfahren, die in einer Yogalehrerausbildung zugegen war, in der ich das Fach Philosophie lehrte. Diese Frau war eine sehr rational und analytisch denkende Persönlichkeit, und die Philosophie interessierte sie im Vergleich zur Anatomie nur gering. Da sie eine begnadete Sprecherin war, bat ich sie, die Unterweisung des Shvetaketu aus den Upanishaden vorzulesen. An der Mitte des Textes angekommen, begann die Frau zu weinen. Sie sagte: „Ich weiß nicht, was mit mir los ist, aber der […]

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