In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Ein Gefühl tiefer Ruhe: Demut rückt das große Ganze in den Blick, in das wir eingebunden sind – und weckt in uns die Freude, diesem erstaunlichen Gefüge in Dankbarkeit zu dienen, so wie es unserem einzigartigen Wesen entspricht. Vielleicht fragst du dich gerade, was genau denn eigentlich „Demut“ bedeutet. Was verbindest du mit den folgenden Worten? „Voller Demut schaute sie auf das, was vor ihr stand …“ Welche Bilder tauchen auf, welche Gefühle ruft es in dir wach? Demut – ein Wort, das in seiner Bedeutung als so widersprüchlich empfunden wird wie kaum ein anderes. Für viele Menschen ist es negativ besetzt, so dass sie es gleich ganz aus ihrem Wortschatz verbannt haben. Warum ist das so? Demut wird häufig mit dem Wort „demütigend“ in Verbindung gebracht. Doch in ihrem Wortursprung haben sie nur wenig miteinander zu tun. Demut kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „Mut“ und „Sinn“. Gemeint war die Gesinnung eines Dienenden.1 „Demütigung“ bedeutet etwas ganz anderes. Hier ist eine beschämende, erniedrigende Erfahrung gemeint, teils einhergehend mit verbaler oder körperlicher Gewalt. Im Christentum ging es darum, sich vor der Allmacht Gottes zu verneigen. Der Kirchenvater Augustinus erklärte die Demut zur Mutter aller Tugenden.2 Da taucht sogleich das Bild auf, wie Mönche und Nonnen ihr Leben vor Gott und seinen kirchlichen Stellvertretern so klein und bedeutungslos werden ließen, dass nichts mehr von ihrer Persönlichkeit blieb. Sie geißelten sich sowohl körperlich als auch mental. Ist das heute anders? Heute geißeln sich viele Menschen, um dem hohen Anspruch von gestähltem Körper, Karriere und scheinbar perfekter Ernährung gerecht zu werden. Die Frage, wie viel von Yoga übrig bleibt, wenn wir uns die akrobatisch anmutenden Bilder in den sozialen Medien anschauen, kann nur jeder selbst beantworten. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, was Demut in unserer immer komplexer werdenden Welt bedeutet. Wenn wir […]

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Nicole Wendland
Nicole Wendland ist Lehrerin, Yoga- und Meditationslehrerin sowie Mindshift-Coach. Seit ihrer frühen Jugend praktiziert sie Yoga. Mit viel Freude unterrichtet sie Vinyasa Yoga, Yin Yoga und Meditation. Durch Dr. J. Dispenza entdeckte sie die Meditation für sich neu und unterrichtet sie nach seinem Ansatz in Workshops und Kursen. Ihr intensiver und einfühlsamer Meditationsunterricht führt die Teilnehmer gezielt in ihr tiefstes Inneres. Ihre Workshops sind geprägt von ihrer unterhaltsamen und kurzweiligen Art, grundlegendes Wissen zu vermitteln: die neurobiologischen Zusammenhänge der Meditation. So offenbart sich den Teilnehmern recht schnell ein Zugang zu ihrer Lebensfreude und ihrer Schöpfernatur – getreu ihrer Maxime: It will make you smile.
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