In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Worte aus dem Sanskrit: Ursprüngliche Bedeutung & moderne Interpretation, übersetzt und übertragen in unsere Kultur und Zeit. Diesmal: Buchstabe ‚I‘
Er, der Herr über alles. Er, der alles weiß. Er, der innere Lenker, aus dessen Schoss alles stammt: Er ist führwahr Ursprung und Ende der Wesen – So beschreibt die Mandukya Upanishad den „Meister des Universums“, Ishvara.

Ishvara ist alles Sein, das Heineinkommen und Herauskommen aus allen Dingen. Ishvara ist der göttliche, individualisierte Spirit. In Swami Vivekanandas Worten: Ishvara ist die höchstmögliche Lesart des Absoluten (Brahman) durch das menschliche Denken.

Ishvara, der persönliche Gott, ist eine Frau, ein Kind, ein Mann. Ishvara kann so individuell sein wie der Mensch, wie das Denken. Es bewegt sich zwischen Wachsein, Traum und Tiefschlaf. Es geht von einem zum nächsten, es versinkt darin, um in der tiefsten Tiefe des Schlafes den Schöpfer, den Meister des Universums, zu erkennen.

Eine Legende besagt, dass Gott einst allein war, und gerne spielen wollte. So sagte er: Lass mich Vielfalt werden, und es entstand das Universum. In jedem Wesen des Universums hat sich ein Teil von Gott manifestiert. In jedem Wesen ist eines der unendlichen Gesichter Gottes, einzigartig und nicht wiederholbar. Das ist Ishvara.

Ishvara hat zugleich die männliche Form des Lenkers und die weibliche Form des Schoßes. Ishvara verlässt den Himmel, um in die Schöpfung einzugehen und sich dann wieder zurück zu werfen in die Fülle des Einen. Ishvara ist wie ein Kreis, in dem sich alle Teile bewegen. Jedes Teil ist ein Stern, alle Teile zusammen sind der Himmel. Individuell, und doch eins mit dem Einen.

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