YOGA AKTUELL sprach mit Anna Platsch über den Sufismus als Antwort auf eine essenzielle spirituelle Sehnsucht, über starke Frauen im Islam und einen Ort tiefster Liebe, der eine Begegnung mit dem uns scheinbar so fremden Islam ganz einfach macht Im Alter von 30 Jahren macht sich Anna Platsch, familiär und beruflich zufrieden, auf die Suche nach einem spirituellen Lehrer, um eine tiefe, scheinbar unstillbare Sehnsucht in sich zu stillen. Dabei kommt es zu einer Begegnung mit einem Sufi-Lehrer, dem ägyptischen Scheich Salah, wodurch sich ihr ganzes Leben verändert. Für Anna Platsch beginnt hier eine lange Reise, die sie durch spirituelle Praktiken nach Innen führt. Sie ist so berührt vom Sufismus, dass sie, um sich mehr darin vertiefen zu können, zum Islam überwechselt. Neben ihren autobiografischen Erfahrungen liefert die Autorin eine präzise recherchierte und gedankenreich reflektierte persönliche Auseinandersetzung mit einer Tradition, die den meisten Menschen in ihrer Tiefe noch weitgehend unbekannt ist und die durch die Terrorakte islamischer Extremisten der letzten Jahre primär in einem schlechten Licht erscheint. Durch ihre intensive Auseinandersetzungen klärt die Autorin zunächst grundlegende Begriffe und vermittelt Einblicke in die spirituellen Praktiken eines Sufismus von jenem Zweig, mit dem Anna Platsch sich auseinandergesetzt hat, wodurch es ihr gelingt, ein tieferes Verständnis zu vermitteln. Neben ihren persönlichen Erfahrungen begleitet Anna Platsch über weite Strecken des Buches die Frage, ob es einen Sufismus gibt, der unabhängig vom Islam existiert. Dabei begibt sie sich über historische Schriften und persönliche Begegnungen auf eine Reise zu den Ursprüngen des Islam und des Sufismus, die sie zu den Frauen und dem Weiblichen führt. Bei dieser Auseinandersetzung stößt sie auf wichtige historische weiblichen Figuren wie zum Beispiel Rabia, die erste Heilige im Islam, oder Sayyida Zeinab, eine Nachkommin des Propheten Mohammed, sowie auf Rebellinnen wie Mernissi oder eine junge Frau aus dem Jemen. Diesen Strang […]

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.