Manche beschreiben es ganz nüchtern als das Gesetz von Ursache und Wirkung. Doch was genau hat es mit Karma auf sich?Eine Frau – eine ziemlich berechnende und karrieregeile Tussi, um genau zu sein – stirbt unter tragischen Umständen (sie wird von einer abgestürzten Raumstation erschlagen) und wird dank ihres miesen Karmas als Ameise wiedergeboren. Nicht gerade glücklich über diese Existenzform, erarbeitet sie sich nun gutes Karma, um daraufhin in immer anderen Spezies zu reinkarnieren, z.B. als Hund. Schließlich erhält sie erneut einen menschlichen Körper und kann sich endlich ihren größten Herzenswunsch erfüllen: ihren früheren Mann zurückzuerobern, den sie dereinst betrogen hatte, bevor sie so schlagartig aus dem Leben schied. Soweit in Kurzzusammenfassung der Inhalt eines Bestseller-Romans des Erfolgsautors David Safier. Wenngleich das Buch wohl nie das Anliegen verfolgte, ernsthaft die Prinzipien der Karmalehre darzustellen, und davon auch weit entfernt ist, stellen sich viele Menschen diese genauso vor. Doch eine Stufenleiter der Wiedergeburten und eine himmlische Jury, die einem der Bewertung des Karmas entsprechend den Platz im nächsten Leben zuweist („112 Punkte … Nasenbär in Panama!“), erscheinen als Konzepte gelinde gesagt […]

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