In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Traumata sind für die Betroffenen eine schwerwiegende Belastung. Wie sanfte und achtsame Körperarbeit zur Heilung beitragen kann Wir Menschen sind äußerst zart und sehr sensibel. Viel sensibler, als uns selbst bewusst ist. Der amerikanische Trauma-Yoga-Lehrer David Emerson geht sogar davon aus, dass „wir mit offenem Herzen geboren werden.“  „Und manchmal“, schreibt er in seinem Buch „Trauma-Yoga“, „werden unsere offenen Herzen mit Situationen konfrontiert, an denen wir zerbrechen.“ Dann erleben wir so schlimme traumatische Erfahrungen, dass wir damit nicht mehr fertig werden – dass wir nicht mehr in der Lage sind, Dinge zu integrieren, und schlicht und einfach unfähig werden, so weiterzumachen, wie bisher. Unfähig, die Realität zu ertragen. Was ist ein Trauma? Ein Trauma ist eine seelische Wunde als Folge einer gewalttätigen oder überwältigenden körperlichen Erfahrung wie einer Vergewaltigung oder eines Unfalls, oder es wird durch problematische emotionale oder psychische Erfahrungen ausgelöst. Während einer solchen Erfahrung befindet sich der Betroffene in einem Zustand von extremer Hilflosigkeit und Angst. Mit der Verarbeitung dieser Situation ist er überfordert. Oftmals kommen die Folgen einer solchen Erfahrung jedoch erst nach Wochen, Monaten oder sogar nach Jahren zum Vorschein. Das heißt aber nicht, dass jeder Mensch, der zum Beispiel einen Flugzeugabsturz, eine Geiselnahme oder eine Vergewaltigung erlebt, zwingend ein Trauma davonträgt: Es sind ca. 20% der Betroffenen, die unter einer posttraumatische Belastungsstörung leiden. Warum beispielsweise der eine Mensch eine jahrelange Folter überlebt, ein anderer Mensch hingegen daran zerbricht, konnte bislang noch nicht hinreichend erklärt werden. Dass allerdings mehr Menschen unter traumatischen Erfahrungen leiden als angenommen, verdeutlichen unlängst vorgenommene Untersuchungen mit Soldaten, die aus Kriegsgebieten zurückkehrten. Eine aktuelle Studie der TU Dresden vom November 2012 zeigt z.B., dass weit mehr Bundeswehrsoldaten psychische Krankheiten haben, als bisher gedacht. Die Mehrzahl der Betroffenen aber schweigt aus Angst vor Stigmatisierung und aus Angst, die Karriereleiter nicht wie geplant aufsteigen […]

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.