Nicht nur der Mensch verfügt über ein Chakra-System, auch auf unserer Erde sind systematisch angeordnete Energiefelder auszumachen: Erdchakras, Landschaftstempel und ihre Bedeutung

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In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Chakras sind überall zu finden – im Himmel, beim Menschen und auf der Erde. „Chakra“ ist ein Sanskrit-Wort für das, was die Griechen „zodiac“ nennen, übersetzt: „Rad des Lebens“. Es ist eine grundlegende, universelle Energieform – ein Energiekreis. Eine treffende Analogie wären vielleicht die kreisförmigen Wellen, die ein ins Wasser fallender Stein auslöst. Die vertikale Bewegung bringt diese Wellenkreise hervor, die horizontal von der Mitte ausgehen, bevor sie allmählich ersterben. Wenn sich die horizontale Bewegung fortsetzen würde, würden auch weitere Wellenkreise entstehen. Wenn der horizontalen Bewegung eine Drehung hinzugefügt würde, würden auch die kreisförmigen Wellen beginnen, sich zu drehen, und würden somit eine spiralförmige Bewegung im Wasser erzeugen. Ich führe diese Analogie an, weil ich so manchmal die Erdchakras betrachte – Chakras in der Landschaft. Nur dass es sich bei der vertikalen Energie in diesem Fall um eine spirituelle Energie handelt, die mir als Lichtsäule erscheint. Diese Lichtsäule ist die Achse eines Engels, und zwar dieses Typs von Engel, den ich als Landschaftsengel bezeichne. Das Wort „Engel“ bedeutet „göttlicher Gedanke“ oder „göttliche Idee“, also sind Engel, so wie ich sie verstehe, die lebendigen Gedankenformen dessen, was wir „Gott“ nennen. Sie existieren im Universal-Geist, aber durchwirken und organisieren zugleich die Materie, um sowohl ätherische als auch stoffliche Formen zu erschaffen und um diese Formen mit einem entsprechenden Bewusstsein oder einer Intelligenz zu durchtränken.

Obwohl Chakras potenziell absolut überall auftreten können, sind solche Erscheinungen offenbar keineswegs zufällig, sondern folgen vielmehr einer Gesetzmäßigkeit oder einem bestimmten Konzept. So verbinden sich Chakras beispielsweise zu Abfolgen, die wir als Chakra-Systeme bezeichnen und die Ausdruck desselben Gesetzes sind wie der Regenbogen mit seinen sieben Hauptfarben. Das heißt, ein Chakra-System besteht aus sieben Haupt-Chakras, die in einer intelligenten Reihenfolge miteinander verbunden sind, genau wie auch ein Regenbogen eine ganz bestimmte Aufeinanderfolge von Farben hat. Als eine weitere Analogie manifestieren wir die gleiche Abfolge instinktiv in unseren Häusern, dessen Interieur als Aneinanderreihung funktionaler Räume gestaltet ist, die dafür geeignet sind, darin zu leben. In der Architektur nennt man sie „Aktivitätsbereiche“. Sie sind so miteinander verbunden, dass sie einen natürlichen Fluss miteinander in Beziehung stehender Aktivitäten ermöglichen: Zum Beispiel ist eine Küche mit dem Essbereich verbunden, die wiederum an das Wohnzimmer angeschlossen ist, und so weiter. Würde man ein Schlafzimmer zwischen Küche und Esszimmer platzieren und dadurch die Verbindung zwischen beiden unterbrechen, wäre das problematisch. Entsprechend mündet in einem Chakra-System das Wurzelchakra ins Sakralchakra, welches wiederum ins Solarplexus-Chakra führt, auf das dann ein Herzchakra, ein Halschakra, ein Stirnchakra und zuletzt ein Kronenchakra folgen. Es handelt sich um eine feste Abfolge, die einer bestimmten universellen Gesetzmäßigkeit gehorcht und in der das Wurzelchakra und das Kronenchakra Polaritäten zueinander darstellen.

Landschaftstempel als Verstärker des menschlichen Bewussteins
In einer Landschaft wird eine natürliche Polarität beispielsweise durch die Spitze eines Hügels und durch eine Talsohle aufgespannt. Wenn auf der Hügelspitze in irgendeiner Weise ein spezieller Punkt markiert wurde und in der Talsohle ebenfalls ein solcher markierter Punkt vorhanden ist, dann vollzieht sich zwischen diesen beiden Polaritäten sofort ein viel deutlicherer Energiefluss, und es tritt ein Chakra-System in Erscheinung, in dem der höchste Punkt ein Kronenchakra hervorbringt und der tiefste Punkt ein Wurzelchakra generiert. Wenn der Weg zwischen Kronen- und Wurzelpunkt ein vom Menschen erschaffener Pfad ist, tendieren die Chakras dazu, sich an diesem Pfad auszurichten. Indem man den Pfad immer wieder entlanggeht, besonders, wenn dies – wie  beim Pilgern – im rechten Bewusstsein geschieht oder wenn man dabei die richtigen Dinge am richtigen Ort tut, können dieser Weg und seine Chakras in hohem Maße energetisiert werden und sich sehr lebensfördernd auswirken. Der Energiepfad zwischen den Zentren der Chakras muss keine gerade Linie sein, auch wenn das manchmal der Fall ist oder so wirkt.

Es gibt auch andere natürliche Erscheinungsformen von Polaritäten, wie etwa entlang von Tälern oder Flusssystemen und entlang von Berggraten oder Gebirgsketten. Manche Landschaften scheinen stärker ausgeprägte oder kraftvoller manifestierte Chakra-Systeme zu haben als andere, und in diesen Fällen sind die Landschaftsengel bei weitem offensichtlicher und aktiver. Ich nenne solche Landschaften „Landschaftstempel“, da sie sich in der Tat besonders heilig anfühlen und kraftvoller als andere Landschaften dabei helfen, unser menschliches Bewusstsein zu verstärken. Viele dieser Landschaftstempel wurden in der Vergangenheit von früheren Kulturen erkannt und wurden von ihnen entweder verehrt oder auf irgendeine Art genutzt. Auf den Britischen Inseln gibt es dafür viele Beispiele. Eine der Tragödien unserer modernen Kulturen liegt im mangelnden Erkennen solcher Erdchakras und Landschaftstempel und in der daraus folgenden Verschmutzung und Zerstörung vieler von ihnen, zum Nachteil der menschlichen Gesundheit und des menschlichen Bewusstseins sowie der Natur selbst.

 

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