Osteoporose und brüchige Knochen
Häufig wird Osteoporose, also die fortschreitende Ausdünnung der Knochensubstanz, mit Frauen jenseits des Klimakteriums in Verbindung gebracht. In der Regel beginnt dieser Vorgang, der übrigens auch bei Männern zu beobachten ist, jedoch schon wesentlicher früher. Allerdings schreitet der Verlust von Knochenmasse in der Menopause oft schneller als zuvor voran, weil der Östrogengehalt nicht mehr zur Unterstützung des Knochenmetabolismus ausreicht. So können in dieser Phase bis zu 5% der Knochenmasse schwinden, bevor der Körper den Gehalt der dafür ausschlaggebenden Hormone von selbst wieder reguliert, und dies geschieht unabhängig davon, wie viel Kalzium man zu sich nehmen mag. Es ist daher von immenser Wichtigkeit, schon lange vor der Menopause darauf acht zu geben, Osteoporose entgegenzuwirken. Dies bedeutet zum Beispiel, sich schon in jungen Jahren möglichst salzarm zu ernähren und möglichst wenig Koffein und Alkohol zu konsumieren. Auch auf zuviel raffinierten Zucker sollte verzichtet werden, da stark weißzuckerhaltige Ernährung dem Körper Mineralstoffe entzieht. Ebenso gilt Rauchen als Faktor, der das Osteoporose-Risiko erheblich erhöht. Zu den Feinden eines gesunden Mineralstoffhaushalts, der für die Knochengesundheit eine große Rolle spielt und für den es im Organismus einer ausgeglichenen Säure-Base-Balance bedarf, zählt ferner Stress. Dieser kann bekanntlich mithilfe von Yoga reduziert werden, doch ist dies nicht die einzige Weise, in der Yoga sich auf die Gesundheit des Knochenbaus auswirken kann. Eine direktere Wirkung liegt darin, dass die Knochen durch Yoga-Asanas stärker und dicker werden, weil sie Gewicht tragen müssen. Yoga bietet hier die Besonderheit, dass das Gewicht nicht wie etwa bei den Übungen des Tai Chi oder beim Joggen/ Nordic Walking maßgeblich auf die Beine verlagert wird, sondern dass es oftmals auch auf Armknochen oder Oberkörper ruht. Darüber hinaus kann Yoga dazu beitragen, das oft mit dem Älterwerden einhergehende „Schrumpfen“ zu verhindern, denn die Wirbel bleiben geschmeidiger und werden nicht so stark zusammengedrückt. Eine knochenstärkende Übung, bei der sowohl Ober- als auch Unterkörper Gewicht zu tragen haben, ist Adho Mukha Svanasana.

9. Adho Mukha Svanasana – der nach unten schauende Hund
Beginnen Sie im Vierfüßlerstand: Arme und Beine sind schulter- bzw. hüftbreit geöffnet, die Knie befinden sich senkrecht zu den Hüften auf dem Boden, die Hände zeigen nach vorn. Richten Sie sich nun auf, als würden Sie ein Zelt spannen, indem Sie die Beine strecken und die Sitzknochen weit nach oben bringen. Die Finger sind weit gespreizt, die Fersen dehnen sich zu Boden. Das Steißbein tendiert in Richtung Fersen. Achten Sie darauf, dass der Rücken lang ist, dass die Schulterblätter weit auseinander zeigen und dass Kopf und Nacken entspannt sind (Halten Sie also den Kopf nicht senkrecht zum Oberkörper, sondern lassen Sie ihn locker nach unten hängen). Das Gewicht verteilt sich gleichmäßig auf Hände und Füße. Halten Sie die Position für fünf- bis zehn Atemzüge, bevor Sie sie mit einer Ausatmung auflösen. Entspannen Sie anschließend in Savasana.

Anzeige