1. Virabhadrasana I (Der Krieger I)
Dies ist ein ganz besonders schönes Beispiel, wie die Universellen Prinzipien der Ausrichtung in einer Stellung zur Anwendung kommen.

Nehme einen weiten Stand ein, Füße parallel. Drehe deinen linken Fuß 45 Grad nach innen und drehe deinen rechten Fuß 90 Grad nach außen. Drehe deinen Oberkörper zum rechten Fuß, so dass er nach vorn zeigt. Atme in den Rücken und öffne dich zu etwas Größerem hin. Mache mit jeder Einatmung deine Seiten von der Hüfte zur Schulter hin lang und halte deinen inneren Körper hell und strahlend. Ziehe muskuläre Energie von den Füßen die Beine entlang bis zum Fokuspunkt im Becken.

Ziehe gleichzeitig muskuläre Energie von den Fingerspitzen dem Oberkörper entlang nach unten zum Fokuspunkt im Becken. Beuge das vordere Knie und bringe das Kniegelenk über das Fußgelenk. Die Unterkante des Oberschenkels ist parallel zum Boden. Halte die Beine stark und stabil. Initiiere die innere Spirale der Beine, ganz besonders im hinteren Bein, indem du den linken Gesäßknochen nach hinten und nach außen schiebst und das Becken weit machst.

Mit diesem weit geöffneten Becken initiiere die äußere Spirale der Beine, ganz besonders im vorderen Bein, indem du die äußere Kante der rechten Hüfte nach unten und nach hinten bewegst. Mit jeder Ausatmung lasse die organische Energie von dem Fokuspunkt im Becken durch die Beine nach unten zum Boden ausstrahlen. Bei jeder Einatmung lässt du die Seiten deines Körpers immer länger werden. Mit jedem Atemzug wird deine Stellung auf diese Weise euphorischer und triumphierend.
Vom Fokuspunkt im Gaumen drehe den Kopf jetzt  nach hinten, blicke nach oben und initiiere damit den „Shoulder Loop“. Hebe den oberen Teil deiner Brust an, während du die Arme gerade nach oben streckst und dich in Richtung Himmel dehnst. So kannst du deine innere Schönheit ausdrücken. Halte deine Handflächen parallel, spreize deine Finger wie Lichtstrahlen und bringe deine Arme näher zusammen.

Mit jedem Atemzug erde dich, ausgehend vom Fokuspunkt im Becken, mit der organischen Energie nach unten. Lasse den Körper weiterhin nach außen bis zu den Fingerspitzen ausstrahlen, so freudig und hell wie nur möglich. Jetzt wird die Stellung zu deinem persönlichen Kunstwerk. Zelebriere sie. Komme aus dieser Stellung nach 5 bis 10 Atemzügen heraus. Verbinde dich erneut mit der erdenden Bewegung durch die Beine nach unten, atme ein und mache das vordere Bein gerade. Richte dann beide Füße parallel aus und bringe sie zusammen zu einem geraden Stand.

2. Setu Bandha Sarvangasana (Die Brücke)
Liege auf deinem Rücken, beuge die Knie, stelle deine Füße auf, hüftweit voneinander entfernt. Bei jedem Einatmen fülle deinen Körper mit innerem Glanz, so dass die Seiten der Rippen sich von der Hüftlinie nach oben zu den Armbeugen anheben und dehnen und deine Schultern quer über den Rücken immer fester und solider werden. Mit jeder Ausatmung halte deinen inneren Körper offen und leuchtend, lass deine Haut sanft und weich werden.

Beim nächsten Einatmen presse deine Füße und die Rückseite deiner Schultern fest in den Boden und hebe deine Hüften langsam nach oben an. Falte deine Hände unter deinem Becken und ziehe deine Schultern immer tiefer unter deinen Körper in Richtung Wirbelsäule. Atme ein, ziehe muskuläre Energie von deinen Händen hoch in die Schultergelenke. Mache jetzt die Seiten deines Körpers lang. Arbeite mit dem „Shoulder Loop“, indem du als erstes deinen Kopf vom Gaumen ausgehend nach unten fest in die Matte drückst. Öffne deinen Rachen etwas, damit dein Kinn nicht in Richtung Brustbein nach unten sinken kann.

Es ist ganz wichtig, dass Abstand zwischen  Nacken und dem Boden entsteht, damit kein einziger Halswirbel den Boden berührt. Ziehe dann deine Schulterblätter auf deinem Rücken weiter nach unten. Drehe langsam die untere Spitze deiner Schulterblätter nach innen in Richtung Herz, so dass deine Brust sich noch weiter in Richtung Kinn nach oben erhebt.
Lasse mit jeder Ausatmung die organische Energie vom Fokuspunkt im Gaumen durch den ganzen Körper bis hin zu den Knien und dann nach unten zu den Füßen ziehen. Bleibe in dieser Stellung für ca. 10 bis 15 Atemzüge und komme dann mit einer Ausatmung wieder zurück zum Boden.

Mehr Info: www.cityyogaberlin.com
www.anusarayoga.com

Anzeige

Kommentiere den Artikel