Meditationen sind ein großes Geschenk. Sie sind der Schlüssel zu unserem Innersten. Richtig angeleitet, können sie uns mit uns selbst, unseren Geistführern und dem Göttlichen in Kontakt bringen. Hier erfährst du, was du beachten solltest, wenn du eine Meditation anleiten möchtest. Dieser How-to-Guide führt dich durch den Aufbau von Meditationen und gibt dir hilfreiche Tipps, wie du am besten vorgehen kannst.

Was ist wichtig, um eine Meditation richtig anzuleiten?

Diese 2 Dinge sind meines Erachtens wichtig für das Führen einer Meditation:

Authentizität

Damit gemeint ist, dass du nur solche Meditationen anführen solltest, die du selbst auch kennst. Denn nur das, was du kennst, kannst du auch aus dem Herzen weitergeben. Durch die eigene Praxis lernst du deine eigenen Licht- und Schattenseiten kennen. Und wenn du diese kennst und sie mit deinen Teilnehmern teilst, dann bist du authentisch und kommst glaubwürdig rüber. Außerdem vertrauen dir die Teilnehmer und lassen sich auch noch einmal viel mehr auf dich ein.

Kenntnis über das Gelände

Du musst es dir so vorstellen, dass du eine Art innerer Bergführer bist. Wenn du also mit deinen Teilnehmern auf die innere Reise gehst, dann solltest du das Gelände, in das du sie führst, gut kennen. Nur so kannst du die Teilnehmer absichern. Das heißt, dass du dir auch der Gefahren bewusst sein solltest, die dir auf dieser Tour begegnen können. Genauso gut solltest du die Kondition und psychische Verfassung deiner Teilnehmer kennen. Nicht jeder Mensch eignet sich für einen Aufstieg in schwieriges Gelände, in dem Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig ist.

 

Meditation anleiten: das Ziel vorab definieren

Bevor du eine Meditation anleitest, solltest du dir überlegen, was du damit erreichen möchtest. Es gibt Meditationen, die darauf abzielen, den Geist zu leeren. Bei einer solchen Meditation ist es hilfreich, den Teilnehmer anzuleiten, um

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  • sich auf den Atem zu konzentrieren
  • sich in die Position des inneren Beobachters zu begeben
  • Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrzunehmen, ohne auf deren Inhalte einzusteigen
  • in den inneren Raum der Stille einzutreten.

Wenn du möchtest, dass die Teilnehmer bestimmte innere Erfahrungen machen, ist es hilfreich, so anzuleiten, dass sie

  • sich auf innere Bilder konzentrieren
  • sich für Energien öffnen
  • Energiefelder erfahren
  • Wesenheiten begegnen
  • das Göttliche berühren

 

Werkzeuge, um eine Meditation anleiten zu können:

Auf diese Werkzeuge kommt es an, wenn du Meditationen anleiten möchtest:

  1. deine eigene innere Befindlichkeit
  2. deine Stimme
  3. der äußere und innere Raum
  4. innere Bilder
  5. kraftvolle, klare Worte
  6. deine spirituelle Anbindung

1. Deine eigene innere Befindlichkeit

Achte darauf, dass du selbst entspannt bist, wenn du eine Meditation anleitest. Deine Teilnehmer werden sich nur dann entspannen und einlassen können, wenn auch du in dir selbst ruhst. Ein Bergführer, der nervös und unruhig ist, vermittelt nicht das Vertrauen, das es braucht, wenn Unwetter aufziehen.

2. Deine eigene Stimme

Deine Stimme sollte ruhig und dein Tonfall nicht übertrieben oder laut sein. Höre dir selbst ein paar geführte Meditationen an und überlege dir, was genau dir an den Stimmen gefällt. Eine tiefere Stimme wird dich mehr beruhigen als eine hohe, kreischende Stimmlage.

3. Der äußere und innere Raum

Der äußere Raum sollte klar sein und die Menschen einladen, sich dort zu entspannen. Wohltuende Düfte, entspannte Farben und eine entspannende Atmosphäre laden ein, sich dann auch auf den inneren Raum einzulassen.

Führe deine Teilnehmer in ihre eigenen, inneren heiligen Räume. Bringe sie in Kontakt mit jenen inneren Räumen, in denen sie ihre eigene innere Kraft, Ressourcen, Göttlichkeit oder Stille erfahren.  

4. Innere Bilder

Vermittle einfache innere Bilder, die einen hohen Symbolgehalt haben und über kulturelle Grenzen hinweg eingesetzt werden, um Menschen mit ihrer eigenen Kraft, Liebe und Göttlichkeit in Kontakt zu bringen. Die inneren Bilder, die du den Teilnehmern anbietest, sind wie Stufen auf der Treppe, die in den eigenen inneren Raum führen. Die Bilder sollten genauso wie die Sprache einfach sein.

Bilder, die zum Atem passen könnten sein:

  • eine Feder, die sanft zu Boden fällt und vom Atem getragen wird
  • kleine Wolken, die am Himmel vorbeiziehen
  • ein Blatt im Wind
  • klares Licht, dass in den Körper ein- und ausströmt

5. Kraftvolle, klare Worte

Verzichte darauf, dich kompliziert auszudrücken. Je einfacher deine Wortwahl ist, desto besser können sich die Menschen auf dich einlassen. Wähle einfache Bilder aus der Natur und versuche, Metaphern zu verwenden, die positiv besetzt sind und einen hohen positiven symbolischen Gehalt haben. Die Bilder sollen entspannen und keinen Druck aufbauen.

Mit folgenden Ausdrücken kannst du zum Beispiel bei der Atmung arbeiten:

  • ganz von allein
  • gleichmäßig und ruhig
  • fließt ruhig
  • strömt gleichmäßig
  • fließt sanft
  • strömt sacht

Das sind wichtige Ausdrücke bei der Meditation:

  • Es gibt nichts zu tun…
  • Alles, was ist, darf sein..
  • Es gibt nichts zu leisten…
  • Erlaube deinem Atem….

Stärkende Worte können sein:

  • nährend
  • heilsam
  • wärmend
  • erfrischend
  • belebend
  • klärend
  • reinigend
  • entspannen

6. Deine spirituelle Anbindung

Wenn du geübt bist und eine innere göttliche, spirituelle Anbindung hast, dann kannst du dich davon gut in der Meditationsanleitung führen lassen. Wenn du eine gute Anbindung hast, wirst du die Erfahrung machen, dass „ES“ dich durch die Meditation leitet. Vertraue auf diese Anbindung.

 

Meditation anleiten: Wie baue ich eine Meditation auf?

Der Aufbau einer Meditation lässt sich in drei Teile unterteilen:

  1. Entspannung
  2. Die Reise als Hauptteil – sprich: das, was du gerne vermitteln möchtest
  3. Rückkehr in den Alltag

So kann die Entspannung in einer Meditation aussehen:

Entspannung: Die Teilnehmer kommen im Moment an, lösen sich vom Alltag und kommen in einen Zustand, in dem sie sich für die innere Erfahrung öffnen. Dazu ist es gut, wenn sie zuerst einmal den Alltag hinter sich lassen und

  • drei tiefe Atemzüge nehmen (als eine Art Zäsur)
  • den Körper spüren, um ganz im Moment anzukommen
  • alles da sein lassen, damit sie nicht unter den Druck kommen, dass sie von einem Moment auf den anderen offen sein müssen

Nachdem die Teilnehmer angekommen sind, kann die Entspannung beginnen.

Beginne damit die Teilnehmer in einen entspannten Zustand zu führen. Vermittle ihnen, dass sie nichts leisten müssen, nichts beweisen müssen. Allein diese Anleitung führt dazu, dass sie inneren Druck loslassen können.

Es ist ratsam, immer die gleichen Einstiegsformeln zu verwenden. Dadurch schaffst du für dich selbst und auch für die Teilnehmer einen vertrauten Raum, in dem sie sich sicher fühlen können. Rituale schaffen Sicherheit. Das gilt auch für einen bestimmten Ablauf bei der Meditation.

Es ist sehr wichtig, deinen Teilnehmern ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Und je sicherer du dich selbst fühlst, desto besser werden sich auch die Teilnehmer auf die Meditation einlassen können.

 

So kann der Hauptteil einer Meditation aussehen:

Reise, Hauptteil: Dieser Teil kann eine einfache kleine Atemmeditation sein, bei dem sich die Teilnehmer des eigenen Atems bewusst werden. Oder aber sie können Licht atmen, ihren Körper wahrnehmen etc. Es können aber auch Reisen sein, die in die Stille führen, zu Geistführern, Ahnen etc., die Antworten auf innere Fragen geben. Der Atem ist eine wunderbare Möglichkeit, Menschen mit der Meditation in Kontakt zu bringen. Er wird gerne als Einstieg genommen, weil er neutral ist, da er nicht an religiöse oder spirituelle Konzepte gebunden ist. Der Atem ist darüber hinaus erwiesenermaßen das beste Mittel, um einen Weg zur inneren Zufriedenheit zu erzielen.

 

So kann die Rückkehr einer Meditation aussehen:

Rückkehr in den Alltag: Diesen Teil finde ich besonders wichtig, wenn die Teilnehmer während der Meditation in andere Energiesphären eintauchen, in andere Leben gehen oder tiefe Erfahrungen machen. Die Rückkehr in den eigenen Körper sollte hier besonders mit einer klaren, deutlichen Stimme betont werden. Die Teilnehmer sollen sich am Ende recken und strecken. Am besten ist es, ihnen dann auch noch einmal in die Augen zu schauen, um sicherzugehen, dass sie auch wirklich alle wieder DA sind.

 

Eine Meditation anleiten – Fazit:

Eine Meditation ist eine wunderbare Möglichkeit, um Menschen mit ihrem inneren Reichtum in Kontakt zu bringen. Je authentischer du bist, desto mehr werden dir deine Teilnehmer vertrauen. Je erfahrener du bist, desto besser wird es dir gelingen, sie durch die inneren Räume zu führen. Du solltest wissen, was genau du mit der Meditation erreichen möchtest und solltest dein Werkzeug kennen, das dir hierfür zur Verfügung steht. Wenn deine Meditationen dann immer einen ähnlichen Aufbau haben, können sich die Teilnehmer noch mehr fallen lassen und mit dir den Himmel auf Erden erleben.

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