Wir alle wollen glücklich sein. Das ist vollkommen in Ordnung. Aber leider können wir das eine nicht ohne das andere haben. Häufig können wir nur dann tiefes Glück erfahren, wenn wir gelernt haben, das Unglück anzunehmen, es genauer zu betrachten und zu überlegen, warum genau wir unglücklich sind.

Was es bedeutet, Unangenehmes da sein zu lassen

Es bedeutet, dass wir Gefühle wie Angst, Trauer, Einsamkeit, Frustration da sein lassen, anstatt sie zu verdrängen. Das bedeutet auch, dass wir den Mut haben, uns dem zu stellen, was sich gerade zeigen will. Das ist natürlich nicht immer einfach. Aus genau diesem Grund lenken wir uns gerne ab.

Wenn es uns hingegen gelingt, der Angst, dem Schmerz, der Traurigkeit, der Wut etc. in die Augen zu schauen und sie zu fühlen, kann die Wahrnehmung dieser Gefühle uns mit alten Schmerzen, verdrängten Erfahrungen, eingefahrenen Sichtweisen konfrontieren. Auch wenn diese Konfrontation im ersten Moment schmerzvoll sein kann, so kann sie doch im zweiten Augenblick eine große Erleichterung mit sich bringen. Dann können wir zum Beispiel erleben, dass das Da-sein-Lassen und das Erleben von Gefühlen weitaus heilvoller sind, als wenn wir diese Gefühle immer wieder verdrängen. Manchmal kann das Da-Sein-lassen von solch unangenehmen Gefühlen als eine Tür fungieren, die uns in die innere Weite führen kann.

Das sein lassen von Gefühlen, das Akzeptieren, das Erspüren und Erkunden von ihnen ist ein wichtiger Schritt, wenn wir unser inneres, unser häufig unbewusstes Leiden beenden wollen. Erst dann, wenn alles, was ist, da sein kann, dann kann sich das, was ist, auch ändern. Probiere es gleich aus. Die folgende Meditationsanleitung kann dich darin unterstützen:

Mach diese Meditation immer dann, wenn du das Gefühl hast, mit etwas Unangenehmen sitzen zu wollen, um es mit der Zeit aufzulösen. Wir wünschen dir viele Erkenntnisse und gute Erfahrungen damit!

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