Oftmals kursieren die wildesten Vorstellungen über Meditation. Es gibt Leute, die glauben man müsse sich stundenlang hinsetzen und krampfhaft versuchen, an nichts zu denken. Manche verwechseln andere Praktiken (z.B. trataka) mit Meditation. Viele lesen in Büchern etwas darüber, beginnen mit der Praxis, die nirgendwo hinführt, da sie nie eine fundierte Anleitung erhalten haben. Wiederum andere fangen mit Meditation erst gar nicht an, weil sie denken, sie müssten ihre Familie, ihr Zuhause, ihre Annehmlichkeiten, Beruf und tägliche Pflichten aufgeben und sich in einsame Höhlen des Himalaya zurückziehen. Dann gibt es Personen, die vor Meditation warnen, sie für gefährlich halten und als ein Instrument des Egos betrachten oder eine unlautere Praktik darin sehen, sich mit Dunkelkräften einzulassen. Und, und, und… In diesem Artikel wird einführend eine Meditationsmethode erklärt, die man zu jeder Zeit und an jedem Ort praktizieren kann. Diese Meditationstechnik wird selten schriftlich dargestellt und noch seltener richtig verstanden. Gleichzeitig ist sie aber so einfach, dass sich selbst dreijährige Kinder mit ihr wohlfühlen wie Fische im Wasser. Im Grunde geht es dabei darum, sich einfach seines Atems bewusst zu werden. Diese Übung gilt als Zentrum in allen wichtigen Schulen der Meditation. Der historische Buddha beschreibt sie detailliert in der smrty-upa-sthana-sutra. Sie ist essentieller Teil des Vipassana, wie er in den südlichen buddhistischen Schulen von Burma bis Kambodscha gelehrt wird. Ebenso handelt es sich dabei um die bevorzugte Praxis im tibetischen System, im chinesischen Ch’an, im koreanischen Son, im vietnamesischen Thien und dem japanischen Zen (all diese Worte haben ihren Ursprung im Sanskritwort dhyana). Ebenso ist diese Praxis der Kern des Zikr der Sufis, um den alle anderen Sufipraktiken herum entstanden sind. In der christlichen Tradition bildet die Praxis des Hesekia (Ruhe) die Wurzel des Herzensgebetes, wie es in der griechischen und russisch-orthodoxen Kirche praktiziert wird. Ebenso wird es von den Mönchen […]

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