In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

… Geht das überhaupt? Ja, sagt Kinderyoga-Experte Thomas Bannenberg. Warum und in welcher Form man mit Kindern gut meditieren kann, erläutert er hierDas Sanskrit-Wort „Dhyana“, das wir (aus dem Lateinischen abgeleitet) mit „Meditation“ übersetzen, bedeutet Bedenken, Betrachten, Nach-innen-Wenden. Im Yoga-Sutra des Patanjali steht Dhyana als siebtes der acht Glieder des Yoga nach Dharana (Konzentration, Lenkung der Aufmerksamkeit) und vor Samadhi (Einswerden im Augenblick, Einheitserfahrung). Das dritte Kapitel des Yoga-Sutra beschreibt vor allem unterschiedliche Meditationsanleitungen, mittels derer der Übende den Weg zur Selbst-Erkenntnis findet. Dabei wird Meditation schon seit alters mit „Sitzen in der Stille“ gleichgesetzt. So wundert es nicht, dass die häufigste Frage lautet, ob Kinder überhaupt meditieren können bzw. wenn ja, ab welchem Alter. Nehmen wir aber Meditation wörtlich im Sinne von Dhyana, so ist die Antwort klar, denn natürlich denken Kinder nach und betrachten ihre Welt. Was bei ihnen Fragen aufwirft. Sind Sie schon mal mit einem zwei- bis dreijährigen Kind in der Natur unterwegs gewesen? Dann kennen Sie diese schier endlosen Frageketten, die einen an den Rand des Wissens bringen können (und darüber hinaus). Das fängt ja meist harmlos an, zum Beispiel mit: „Woher kommt der Regen?“ Was zur Frage führt: „Woher kommen die Wolken?“ und so weiter. Weitreichender können die Warum-Fragen ausfallen, wie etwa „Warum sprechen nicht alle Menschen die gleiche Sprache?“ oder „Warum ist es nachts dunkel?“, worauf die Antwort gleich mit dem nächsten „Warum?“ hinterfragt wird. Und schon ist man mit dem Kind in einem tiefen und wortwörtlichen „Gespräch über Gott und die Welt“. Diese Kinder-Fragen entstammen jedoch dem gleichen Bedürfnis nach Erkenntnis, wie wir sie auf dem Yogaweg suchen. Das Fragen des Kindes ist Ausdruck seines Nachdenkens, seiner Suche nach Zusammenhängen, seines Wunsches, die Welt zu verstehen. Somit meditieren also Kinder jeden Alters, aber meist in anderen Formen als den für uns üblichen. […]

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