Helga Simon-Wagenbach zählt zu den bekanntesten Yogalehrerinnen Deutschlands. Im Interview mit YOGA AKTUELL spricht sie über den spirituellen Weg, der nichts für Menschen mit kurzem Atem ist, über die Verbindung von Yoga und Zen, die Bedeutung des subtilen Atmens und die energetischen Phänomene auf der Reise zu Samadhi/SatoriHelga Simon-Wagenbach ist eine der bekanntesten Yogalehrerinnen Deutschlands. Aufgrund ihrer tiefen spirituellen Sehnsucht begab sie sich neben ihrer Yogapraxis immer wieder aufs Meditationskissen und praktizierte Zen. Das Resultat: eine tiefreflektierte Frau, für die Spiritualität ein Prozess ist, der ein Leben lang dauert. YOGA AKTUELL: Wir befinden uns heute auf dem Benediktushof, wo nach einer Woche dein Kurs „Die ost-westliche Weisheit“ zu Ende gegangen ist. Ich habe hier mehr Tiefgang erlebt, als in manch anderen Yogaseminaren. Woran liegt das deiner Meinung nach? Helga Simon-Wagenbach: Das kann mit meinem persönlichen Weg zusammenhängen: Wie so viele andere meiner Freunde habe ich vor 25 Jahren mit einem sehr sportlichen Yoga begonnen. Ich hatte aber das große Bedürfnis, die Praxis zu vertiefen und bin zu dem Zen-Lehrer Willigis Jäger gekommen. Willigis Jäger erklärte sich damals bereit, im BDY einen allgemeinen Vortrag über die Bedeutung der Meditation zu halten, der mit einem Schweigekurs verbunden war. Er gewann dadurch sehr viele Schüler aus dem Yoga. So kam es, dass ich neben dem Yoga eine Zen-Schulung begonnen habe und immer deutlicher merkte, wie viele Parallelen es zwischen dem Yogasutra des Patanjali und der Philosophie und Praxis des Zen gibt. Gleichermaßen gibt es sogar auch vergleichbare Textstellen und Übungsanleitungen im Vipassana (Meditation der „Liebenden Güte“ – Metta Bhavana) und bei Patanjali (Meditation mit den tiefen Grundgefühlen, den Bhavanas). Für mich war auch von Anfang an die Bedeutung des Atems sehr wichtig. Aber ich habe damals niemanden gefunden, der es für mich befriedigend gelehrt hat. Erst durch den „Yoga der Energie“( Boris Tatzky) […]

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.