Schwingungen aus dem Kern des Universums: der Klang der Ewigkeit und was Yogis damit zu tun haben Yoga und Klang ist ein Thema, dessen Reichweite geradezu überdimensional ist – fängt es doch schon bei aum an, jenem Klang, der als der ursprünglichste Laut gilt und gleichsam das ganze Universum in sich bergen soll. Es ist ein Universum, in dem Klang auf vielerlei Weise eine Rolle spielt, und selbst, wenn man sich in die Stille zurückzieht, wie es Yogis oft und gern tun, kann man anstelle der lauten und leisen Töne der Außenwelt noch dem inneren Klang lauschen. Was also wird Ihnen begegnen in diesem Dossier, das zwar aus stumm geschriebenen Wörtern besteht, aber doch so manches anklingen lassen will? Der Bogen wird vom Nada-Yoga über Mantra-Rezitation und Kirtan bis hin zum Soundtrack moderner Asana-Klassen gespannt werden. Auch über Gongmeditation gibt es Interessantes zu erfahren. Vorab sollen einige zentrale Begriffe kurz geklärt werden. Klang Ein ewiger Klang als Ursprung des Universums – das würde bedeuten, dass Klang viel mehr ist als nur ein beliebiger Teil unserer sinnlich wahrnehmbaren Welt. Nada, ein so schnell vibrierender Klang, dass er sich zur Stille emporschwingt, galt schon den vedischen Sehern als Quelle aller Schöpfung. Dieser Klang wird in manchen Quelltexten als „anahata“, „nicht angeschlagen“, charakterisiert. Im Rg-Veda wird die Göttin Vach („Stimme“, „Rede“) als „Mutter der Veden“ bezeichnet, was ebenfalls auf die schöpferische Bedeutung von Wort und Klang schließen lässt. Und die ursprüngliche Bedeutung von „brahman“, dem altindischen Begriff, der das Absolute beschreibt, lautet interessanterweise „Wort des Veda“. In späteren Quellen, als sich für „brahman“ schon die Bedeutung „Absolutum“ eingebürgert hat, ist auch von „shabda-brahman“, dem Absoluten als Klang die Rede. Hierbei ist shabda („Ton“, „Wort“) sozusagen der kinetische Aspekt des eigentlich statischen und nicht-schöpferischen Brahman, das erst durch diesen Schwingungsaspekt Manifestationen hervorbringt. Dabei differenzieren […]

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