In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Das achtsame Wahrnehmen des eigenen Körpers in Form des Body-Scans ist heutzutage aus der Yogapraxis nicht mehr wegzudenken. Hintergründe und eine praktische Anleitung zu dieser Methode, mit der man sich wirklich und wahrhaftig im Körper niederlassen kann, findest du hier Seinen Ursprung hat der Body-Scan im Buddhismus, genauer gesagt in der Vipassana-Praxis des Theravada-Buddhismus. Diese zählt zu den frühbuddhistischen Methoden, die von Buddha persönlich gelehrt wurden. In der Vipassana-Praxis geht es darum, mit der Aufmerksamkeit langsam und bewusst durch den eigenen Körper zu wandern und dabei die Körperempfindungen wahrzunehmen. Diese Wahrnehmung geschieht aus dem Zeugenbewusstsein heraus. Der innere Zeuge nimmt neutral, ohne zu bewerten, zu interpretieren oder zu verurteilen die (angenehmen und unangenehmen) Empfindungen wahr. Vipassana bedeutet auf Pali „Einsicht“. In der Vipassana-Praxis geht es darum, Einsicht in die Wirklichkeit zu erlangen, wie sie wirklich ist. Durch reines Beobachten der Wirklichkeit wird deutlich, dass die Welt und ihre existierenden Formen, wie auch die Körperempfindungen und ebenso das eigene „Ich“, nicht permanent und starr existieren, sondern sich in einem ständigen, sich gegenseitig beeinflussenden Wandel befinden. Das Ziel der Vipassana-Praxis ist, zu erkennen, dass es keine feste, überdauernde, konkrete Wirklichkeit gibt. Das heißt, die Wirklichkeit ist in ihrer Essenz leer, sie besteht aus Leerheit (Sanskrit: „shunyata“, Pali: „sunnata“); es gibt keine feste, permanente Identität, keinen festen Kern in der Wirklichkeit. Vor allem durch Jon Kabat-Zinn, einen Medizinprofessor aus den USA, wurde der Body-Scan im Westen populär. Jon Kabat-Zinn praktizierte Vipassana und wollte herausfinden, ob diese Methode des achtsamen Körperwahrnehmens nicht auch für Menschen hilfreich sein könnte, die unter Stress und chronischen Schmerzen leiden. Daraufhin entwickelte er Ende der 1970er Jahre das Mindfullness-Based-Stress-Reduction-Programm (MBSR), das neben kurzen Yogaübungen und Atembetrachtungen aus dem Body-Scan besteht. Er gründete eine eigene Klinik (Stress Reduction Clinic), löste die achtsame Körperwahrnehmung ganz aus dem buddhistischen Kontext heraus und […]

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Angelika Doerne
Angelika Doerne ist Dipl.-Pädagogin, Yogalehrerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Inhaberin der Praxis für ganzheitliche Psychotherapie & Lebensentfaltung in München. In ihrer Arbeit verbindet sie verschiedene psychotherapeutische Ansätze, wie Gestalttherapie, körperorientierte Traumatherapie und Familienaufstellung mit einem Verständnis von spiritueller Entwicklung. Seit über 20 Jahren ist sie selber auf dem spirituellen Weg (Zen, Tibetischer Buddhismus, Vipassana, Yoga, Diamond Approach). Seit 10 Jahren arbeitet sie zu dem Thema Spirituelle Krisen. Darüber hinaus ist sie als Seminarleiterin und Autorin tätig. Website: www.lebensentfaltung.com